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Eberswalde
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Eberswalde, im 13. Jahrhundert entstanden, ist seit 1990 die Kreisstadt des Landkreises Barnim im Nordosten des Landes Brandenburg.
Sie wird auch Waldstadt genannt, denn ringsum dehnen sich Waldgebiete aus â sĂźdlich der Naturpark Barnim, nĂśrdlich das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit dem Totalreservat Plagefenn. Die Gemeinde besitzt seit dem 14. Jahrhundert Waldflächen. Von den 1468 Hektar (ha) sind etwa 1000 Hektar Erholungswald, 271 Hektar Naturschutzgebiete und Ăśkologisch bedeutsame Lebensräume. Der etwa 1080 Hektar groĂe Stadtforst dient zugleich als Wirtschaftswald. Der Begriff âWaldstadtâ wurde bereits im 19. Jahrhundert in Publikationen und auf Postkarten verwendet und dies im 20. Jahrhundert von dem Stadthistoriker Rudolf Schmidt gefĂśrdert.
Bis zur Wende bestimmte hauptsächlich die Schwerindustrie (Kran- und Rohrleitungsbau, Walzwerke und andere GroĂbetriebe) den Stadtcharakter, wovon auch die Namen einiger Ortsteile, wie Eisenspalterei, Kupferhammer und Messingwerk zeugen.
Contents
⢠Geographie
⢠Lage
⢠Geologie
⢠Stadtgliederung
⢠Geschichte
⢠SBZ und DDR
⢠Nach der Wende
⢠Eingemeindungen
⢠Religion
⢠Politik
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Flagge
⢠Dienstsiegel
⢠Bauwerke
⢠Parks
⢠Naturdenkmale
⢠Museum
⢠Musik
⢠Wirtschaft
⢠Verkehr
⢠Medien
⢠Bildung
⢠Ehrenbßrger
⢠Bemerkenswertes
⢠Dialekt
⢠Superlative
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Lage
Eberswalde liegt circa 40 Kilometer nordÜstlich der Berliner Stadtgrenze und etwa 22 Kilometer westlich der Oder (Hohenwutzen). Nach Bad Freienwalde beträgt die Entfernung ungefähr 17 Kilometer in ostsßdÜstlicher Richtung.
Unmittelbar nÜrdlich der Stadt verläuft der Oder-Havel-Kanal. Im Zentrum mßndet der Fluss Schwärze in den Finowkanal.
Geologie
Eberswalde liegt inmitten des nach der Stadt benannten Eberswalder Urstromtals, das in der jĂźngsten, der Weichsel-Eiszeit entstanden ist. Da sich die Finow kräftig in den Boden des Urstromtales eingeschnitten hat, liegt die Altstadt deutlich tiefer als der eigentliche Boden des Urstromtales. Lediglich einige Stadtteile wie Nordend, Ostende und SĂźdend befinden sich im Niveau des Urstromtales oder schon auĂerhalb davon an den Hängen des Barnim. Als Baugrund ist Ăźberwiegend Sand und Kiessand vorhanden, jedoch treten auch groĂflächig Eisstauseeablagerungen auf, die frĂźher in zahlreichen Tongruben am Stadtrand oder in der Umgebung abgebaut wurden, zum Beispiel im Ortsteil Macherslust. Der Grundwasserpegel liegt in der Innenstadt nur wenige Meter unter der Oberfläche. Einige Gebäude der Innenstadt sind deshalb als Pfahlbauten errichtet, was Neubauvorhaben hydrostatisch sehr kompliziert und teuer macht.
Ausdehnung des Stadtgebiets
Eberswalde erstreckt sich entlang des Finowkanals auf einer Länge von 14,1 km in ostwestlicher Richtung. Die grĂśĂte Ausdehnung in nordsĂźdlicher Richtung besteht zwischen Nordend und SĂźdend mit einer Länge von 7,7 km.
Nachbarstädte und -gemeinden
Die nächstgelegenen Städte sind Bernau bei Berlin (Richtung Westsßdwest), Joachimsthal (Richtung Nordwest) und Oderberg (Richtung Osten). Eberswalde grenzt an folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Britz, Chorin, Niederfinow, Hohenfinow, Breydin, Melchow und Schorfheide (Ortsteil Finowfurt).
Stadtgliederung
Zur Stadt Eberswalde gehĂśren folgende Ortsteile:
⢠Brandenburgisches Viertel
⢠Eberswalde 1
⢠Eberswalde 2
⢠Finow
⢠Sommerfelde
⢠Spechthausen
⢠Tornow
Hinzu kommen die Wohnplätze Eisenspalterei, Finowtal, FÜrsterei Kahlenberg, Kupferhammer, Macherslust, Mäckersee, Nordend, Ostende, Stadtmitte, Stadtsee, Westend und Wolfswinkel.cite-ref-2[2]
Das Stadtzentrum von Eberswalde wurde zum Ende des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt, die Bebauung weist noch immer groĂe LĂźcken auf (Stand in den 2010er Jahren). Wo bis Kriegsende noch Wohnhäuser standen, wurden in der DDR-Zeit Ăźberwiegend GrĂźnflächen angelegt, die seit 1990 nach und nach wieder bebaut werden. Neben dem historischen Marktplatz mit LĂśwenbrunnen entstand so der Pavillonplatz, auf dem im Jahr 2007 das neu gebaute Verwaltungsgebäude Paul-Wunderlich-Haus erĂśffnet wurde. Der jetzige Marktplatz ist etwa doppelt so groĂ wie der historische, die nĂśrdliche Hälfte entstand durch die Schäden des Krieges. Einige Reste der mittelalterlichen Stadtmauer in der NagelstraĂe gehĂśren ebenso zum Stadtzentrum wie das Leibnizviertel (umgangssprachlich auch âKeks-Ghettoâ genannt;cite-ref-3[3] benannt nach dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz), eine Neubausiedlung aus DDR-Zeiten. Die erhaltenen mehrgeschossigen Gebäude im Stadtzentrum gehĂśren zur GrĂźnderzeit und entstanden zwischen 1880 und 1914. In diesen Jahren dehnte sich Eberswalde stark vom Marktplatz Richtung Westen aus, da sich der Bahnhof der Stadt etwa zwei Kilometer auĂerhalb befand; der Grund dafĂźr war, dass die Eberswalder Stadtväter damals die Eisenbahn nicht wĂźnschten, sich aber schnell die Notwendigkeit einer Verkehrsanbindung der Bahn ergab. Entlang der EisenbahnstraĂe entstanden so die ersten Wohnhäuser, diese StraĂe kann noch heute als HauptstraĂe von Eberswalde angesehen werden.
Der Stadtteil Nordend liegt an der LandesstraĂe 200 Richtung AngermĂźnde am Hang des Eberswalder Urstromtals. Hier findet sich neben dem Martin Gropius Krankenhauscite-ref-4[4] Ăźberwiegend Eigenheimbebauung.
In Ostende am sĂźdlichen Rand des Urstromtals stehen ebenfalls Ăźberwiegend Eigenheime. Beide Stadtteile entstanden im Rahmen der Stadterweiterung zwischen den Weltkriegen.
Das ehemalige Kasernengelände am sĂźdlichen Ortsausgang wird seit Ende der 1990er-Jahre SĂźdend genannt. Die ehemaligen Artilleriekasernen wurden in der NS-Zeit gebaut, waren bis 1994 im Besitz der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (später Westgruppe der Truppen) und sind zu groĂen Teilen zu einem BehĂśrdenzentrum mit Finanzamt und Landeskriminalamt ausgebaut worden. Neben diesen Kasernen sind einige Wohngebäude angeordnet.
Nach dem Ersten Weltkrieg begann eine Erweiterung der Stadt westlich des Bahnhofes, der neue Stadtteil erhielt den Namen Westend. In der Gegend um den Luisenplatz nahe dem Bahnhof sowie entlang der HeegermĂźhler StraĂe entstanden mehrgeschossige Wohnbauten. Hinter der BoldtstraĂe wurden die Ardeltwerke gebaut, dies war ein metallverarbeitender Betrieb, der im Deutschen Reich 1933 bis 1945 fĂźr die RĂźstungsproduktion eingesetzt wurde. FĂźr die wohlhabenderen Angestellten des Werkes wurden Eigenheime in Westend errichtet. Hinter dem Betrieb, aus dem in den 1950er-Jahren der VEB Kranbau Eberswalde wurde, beginnt Finow (ehemals HeegermĂźhle). Der ehemals eigenständige Ort Finow wurde 1970 mit Eberswalde zur Stadt Eberswalde-Finow zusammengelegt. Der Ortsteil Kupferhammer liegt jenseits des Finowkanals nĂśrdlich von Westend und ist geprägt von Eigenheimbebauung sowie dem stadtbildprägenden Mischfutterwerk.
Der hier anschlieĂende Ortsteil heiĂt Wolfswinkel und ist ein ehemaliges Industriegebiet. Die Bezeichnung Eisenspalterei ist allerdings Ăźblicher. Hier befanden sich neben dem Walzwerk-Altwerk der Rohrleitungsbau Finow (ehemals Seiffert-Werke), heute verkleinert als Finow Rohrsysteme GmbH.cite-ref-5[5] Das groĂe ehemalige Fabrikgelände des Rohrleitungsbaus ist in ein Gewerbezentrum umgewandelt worden. Auf dem Gelände des Altwerkes fand im Jahre 2002 die zweite Brandenburgische Landesgartenschau statt. Als Nachnutzung des 17 ha groĂen Geländes wurde daraus der Familiengarten Eberswalde.cite-ref-6[6]
SĂźdlich von der Eisenspalterei wurde Ende der 1970er-Jahre mit dem Bau eines Neubauviertels begonnen. UrsprĂźnglich Max-Reimann-Viertel benannt, heiĂt es seit der Wende Brandenburgisches Viertel. Die Errichtung wurde notwendig, da mit der Inbetriebnahme eines groĂen fleischverarbeitenden Betriebes in Britz (Schlacht- und Verarbeitungskombinat Eberswalde/Britz â SVKE), einige tausend Menschen nach Eberswalde zogen und fĂźr diese nicht genĂźgend Wohnraum zur VerfĂźgung stand. Dieser Stadtteil wird im Volksmund seit Baubeginn Ghetto genannt und wurde bis zur Wende kontinuierlich weiter ausgebaut. Um die Jahrtausendwende wurde jedoch mit dem RĂźckbau oder einem Teilabriss aufgrund des hohen Leerstandes der Wohnungen begonnen.
Weiter westlich folgt das eigentliche Finow mit historischem Ortskern, den Neubausiedlungen (RingstraĂe/Kopernikusring) und dem ausgedehnten Gelände des Walzwerk-Neuwerks, auf dem sich einige kleinere Firmen ansiedelten. Zu Finow gehĂśrt ebenfalls die Messingwerksiedlung, die von dem Industriellen Gustav Hirsch fĂźr seine Arbeiter errichtet wurde, sowie jenseits des Oder-Havel-Kanals die Clara-Zetkin-Siedlung, die fast ausschlieĂlich aus Eigenheimen besteht.
Die DĂśrfer Sommerfelde (Ăśstlich von Eberswalde), Tornowcite-ref-7[7] (Ăśstlich von Sommerfelde) und Spechthausen (sĂźdlich von Eberswalde) gehĂśren seit 1993 und 2006 ebenfalls zur Stadt.
Geschichte
Herkunft und Entwicklung des Stadtnamens
Der Name Eberswalde geht auf das männliche Wildschwein zurßck, das auch das Wappentier ist. Die wald- und wildschweinreiche Umgebung, insbesondere die Schorfheide nordwestlich der Stadt, wirkten hier namensgebend. Der Ortsname bedeutet genau Waldsiedlung eines Ever (Kurzform von Vollnamen wie Everhard, Everger und anderen, zu mittelniederdeutsch ever = Eber).
Die erste urkundliche Erwähnung von eversvolde stammte aus dem Jahr 1276. Während des gesamten 14. und 15. Jahrhunderts wurden vor Ort häufig Urkunden der Markgrafen von Brandenburg ausgestellt. In allen Dokumenten ab 1294 fand sich nur der Eigenname Everswolde. Die fĂźr Kaiser Karl IV. angefertigte Beschreibung der Mark Brandenburg von 1373 sprach ganz ähnlich von civitas Everswalde. Im nicht vor 1376 niedergeschriebenen Landbuch Kaiser Karls IV. tauchte erstmals die Doppelbezeichnung Eberswalde vel Nova civitas â Eberswalde oder Neustadt auf. Warum es zu dieser Namenswahl kam, blieb ungeklärt. Die Formulierung fand ab 1378 in markgräflichen Urkunden Verwendung. FĂźr die nächsten Jahrhunderte sollte es bei Neustadt Eberswalde bleiben.cite-ref-rohowski1997-merks36-7-8-0[8]cite-ref-rohowski1997-gruendung-9-0[9]cite-ref-10[10]cite-ref-11[11]cite-ref-lb1375-einfuehr-12-0[12]cite-ref-lb1940-nova-13-0[13]
Ur- und Vorgeschichte
Bereits in ur- und vorgeschichtlicher Zeit besaĂ die hiesige Furt durch die Finow eine groĂe Bedeutung und Anziehungskraft. Die ältesten archäologischen Funde stammten aus der JĂźngeren Altsteinzeit und der Jungsteinzeit. Während der Bronzezeit waren das Finowtal und seine unmittelbare Umgebung dichter besiedelt. Der in dieser Epoche angefertigte Eberswalder Goldschatz (9. Jahrhundert v. Chr.) erlangte Ăźberregionale Bekanntheit und zählt zu den bedeutendsten seiner Art in Mitteleuropa. Etwa ab 600 begann die Einwanderung der Slawen. Westlich der Hospitalkapelle St. Georg soll sich ein befestigter Wohnplatz der Elbslawen befunden haben. Nachgewiesen wurde ein Slawischer Burgwall nĂśrdlich des Nachbarorts Finowfurt.cite-ref-rohowski1997-gruendung-9-1[9]
Anfänge der deutschen Ortschaft
Johann Albrecht Beling berichtete in seiner Eberswalder Chronik aus dem Jahre 1769 von je einem Dorf sĂźdlich und nĂśrdlich der Eberswalder Furt.cite-ref-14[14] Beide wurden im Zuge der Deutschen Ostsiedlung vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts gegrĂźndet. Die BĂśden der hiesigen Feldflur waren nicht besonders fruchtbar, sie lieferten nur geringe Erträge. Von Anfang an mussten die Einwohner mit Handel und Gewerbe ihr Einkommen bestreiten. Aus dem sĂźdlichen Dorf Eberswalde entwickelte sich schnell eine Marktsiedlung. Die genaue Lage von Jakobsdorf konnte nicht abschlieĂend geklärt werden. Alle seine Hufen befanden sich aber nachweislich nĂśrdlich der Finow, entlang des Rosengrunds und der Oderberger StraĂe.cite-ref-rohowski1997-gruendung-9-2[9]cite-ref-15[15]
Im Jahr 1212 schloss Albrecht II., Markgraf von Brandenburg ein militärisches BĂźndnis mit dem gebannten Kaiser Otto IV. Zum einen ging es dem Askanier um die Abwehr der in die Germania Slavica vordringenden Dänen, zum anderen um die territoriale Erweiterung der Markgrafschaft Brandenburg. Vermutlich unternahm Albrecht bereits 1213 einen Feldzug nach Pommern. Wohl um diese Ereignisse herum wurde die unweit nĂśrdlich der Finow verlaufende Grenze zur pommerschen Uckermark befestigt. Dabei entstand mutmaĂlich auch die weiter Ăśstlich, am Ausgang des Finowtals gelegene Burg Oderberg. SĂźdlich der Eberswalder Furt wurde auf einem Sporn des Barnimplateaus (heute Schloss- oder Hausberg) eine Feste errichtet. Diese Ebersburg wurde zur zweiten Keimzelle der mittelalterlichen Stadt. Am FuĂ des Schlossbergs entwickelte sich das Suburbium Ebersberg.cite-ref-rohowski1997-gruendung-9-3[9]cite-ref-16[16]
Die Ernennung des Dorfs zum Oppidum Eberswalde soll anno 1254 durch Johann I., Markgraf von Brandenburg erfolgt sein, was zur 750-Jahr-Feier im Jahr 2004 fßhrte. Eine urkundliche Bestätigung dafßr wurde bisher nicht gefunden. Entgegen frßheren Annahmen wuchsen die beiden sßdlichen Siedlungen nicht mit dem jenseits der Finow gelegenen Jakobsdorf baulich zusammen. Die erste Erwähnung fßr die Ebersburg stammte von 1261, die der Ortschaft eversvolde aus einer von Albrecht III. unterzeichneten Urkunde vom 23. April 1276.cite-ref-rohowski1997-merks36-7-8-1[8]cite-ref-rohowski1997-merks36-5-17-0[17]
Erhebung zur Stadt und weitere Entwicklung
Der Einheit aus Marktflecken und Burgsiedlung wurde schlieĂlich das Stadtrecht verliehen. Wann genau, wurde nicht Ăźberliefert. Mit Hilfe zweier Informationen lieĂ sich der Zeitraum auf um 1275 eingrenzen. Zum einen die oben aufgefĂźhrte Ersterwähnung von 1276, zum anderen Ausgrabungen in der TĂśpferstraĂe. Letztere ergaben eine erste Ausbauphase des eher randseitigen Quartiers um 1283. Der Grundriss der Stadt lässt noch heute die nach einheitlichem Plan angelegte Gitterform gut erkennen. Breite StraĂe sowie der StraĂenzug aus Zum Untertor, MĂźhlenstraĂe und Kirchgasse (heute An der FriedensbrĂźcke und Erich-Schuppan-StraĂe) nahmen den Fernverkehr auf. Westlich der beiden Hauptachsen bildete die HinterstraĂe (heute KirchstraĂe) eine dritte Nord-SĂźd-Verbindung. In Querrichtung gliederten sechs, annähernd parallele NebenstraĂen das Gebiet. Im Zentrum lag zwischen beiden HauptstraĂen der Marktplatz, darauf ein vermutlich massiv ausgefĂźhrtes Rathaus. Den hĂśchsten Punkt der Altstadt, sĂźdlich des Markts beanspruchte der ebenfalls rechteckige Kirchplatz. Der Bau der Stadtkirche St. Maria Magdalena begann wahrscheinlich nach 1280. Eine Anfang des 14. Jahrhunderts errichtete Stadtmauer mit 34 Wiekhäusern sowie vorgelagerten doppelten Wällen und Gräben umgab das Areal. Vier Tore ermĂśglichten das Betreten oder Verlassen. Auf der Innenseite der Mauer verlief ein ringartiger StraĂenzug. Bald nach der Erhebung zur Stadt gaben die Jakobsdorfer ihren Wohnplatz auf und Ăźbersiedelten nach Eberswalde.cite-ref-rohowski1997-merks36-7-8-2[8]cite-ref-rohowski1997-gruendung-9-4[9]cite-ref-rohowski1997-stadtstruktur-18-0[18]cite-ref-19[19]
Die erste Urkunde, in der Eberswalde genannt ist, stammt aus dem Jahr 1294. Sie betrifft eine Schenkung des Markgrafen Albrecht fĂźr einen Altar in der dortigen Pfarrkirche.cite-ref-jahrhunderts-brandenburg-1855-20-0[20] Die Grenzbriefurkunde vom 24. August 1300 bezeichnete Eberswalde erstmals als Stadt (civitas). Laut dem Dokument war sie zu diesem Zeitpunkt in allen wesentlichen Elementen ausgebildet. AuĂerdem fĂźhrte es die städtischen Gemarkungsgrenzen und Privilegien sowie eine seit alters her bestehende Zoll-Stätte zu Land und zu Wasser auf. Der Landesherr gewährte anno 1306 Eberswalde die Zollfreiheit in der gesamten Mark Brandenburg, zudem durfte sie nun selbst ZĂślle erheben. Der 1307 den umliegenden DĂśrfern (Karutz, Gersdorf, Sommerfelde) auferlegte Mahlzwang stellte eine weitere Einnahmequelle dar. Im Jahr 1317 kam mit der Verlegung der HandelsstraĂe FrankfurtâStettin Ăźber Eberswalde der StraĂen- und Stapelzwang hinzu. In den folgenden Jahrzehnten kaufte der Rat den Markgrafen weitere Rechte und GrundstĂźcke ab, so 1326 das Untergericht sowie den Marktplatz und das Rathaus, 1350 die Holzgerechtsame, 1353 die MĂźhle und schlieĂlich 1431 das Obergericht, zunächst wiederkäuflich, dann 1543 erblich.cite-ref-rohowski1997-gruendung-9-5[9]
Eine dominierende Rolle unter den Zßnften und Gilden spielten die Bäcker, Gewandschneider, Knochenhauer und Schuster, die als Viergewerke bezeichnet wurden. Diese Vorrangstellung zeigt sich u. a. im besonderen Mitspracherecht bei der Wahl des Bßrgermeisters und der Ratsherrn. Zu den wichtigsten Erwerbszweigen gehÜrte das Bierbrauen. Mit ungefähr 70 Grundstßcken verbanden sich Braugerechtsamen. Fßr die umliegenden DÜrfer bestand ein Abnahmezwang. Weitere Einnahmen wurden aus der Viehzucht, der Fischerei und dem Holzverkauf gezogen. Zu Lasten von Niederfinow und Oderberg entwickelte sich Eberswalde ab 1317 zum wirtschaftlichen Zentrum des Oberbarnims. Mit rund 1.200 Einwohnern zählte sie aber zu den kleineren Städten der Mittelmark.cite-ref-rohowski1997-gruendung-9-6[9]
Die Stadtkirche Eberswalde unterstand anfangs als Tochterkirche der Pfarrkirche in HeegermĂźhle. In Umkehrung der Verhältnisse wurde sie 1317 deren Mutterkirche. Im Laufe des 14. Jahrhunderts lieĂen sich in der Ortschaft MĂśnche verschiedener Bettelorden und Bruderschaften nieder. Die Urkunden sprachen von Franziskanern aus AngermĂźnde, Dominikanern aus Strausberg und Augustiner-Eremiten aus KĂśnigsberg. Die Stadt wies ihnen Hausstätten auf dem Gelände des heutigen Pfarr- und Gemeindehauses (KirchstraĂe) zu, aber vor allem im Kalandshof (am Westende der heutigen RatzeburgstraĂe, Erstnennung 1339). Das Heilig-Geist-Hospital (Ecke SteinstraĂe/An der FriedensbrĂźcke, Erstnennung 1322) kĂźmmerte sich um die Kranken, Siechen und Durchreisenden. Nach Errichtung der Stadtbefestigung Ăźbernahmen um Mitte des 14. Jahrhunderts zwei neu erbaute Hospitäler diese Aufgaben, an der sĂźdlichen AusfallstraĂe das St.-Gertrud und an der nĂśrdlichen das St.-Georg (Leprosorium, Ersterwähnung 1359, um 1620 verfallen). Um dieselbe Zeit wurde das Heilig-Geist-Hospital inklusive seiner Ländereien an den Stadtrat verschenkt.cite-ref-rohowski1997-gruendung-9-7[9]cite-ref-rohowski1997-stadtstruktur-18-1[18]cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24]
Das Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 vermerkte mehrere Rechtsverhältnisse zu Eberswalde. Stadtherr war der Markgraf von Brandenburg.cite-ref-25[25] Ihm standen die Urbede (30 Barrenmark Silber im Wert von 34 Schock an BĂśhmischen Groschen), Einnahmen aus dem Obergericht, das Kirchenpatronat (die Vergabe von Ludwig I. ans Kloster Zehdenick wurde nicht vollzogen und von Papst Urban V. widerrufen) und die Zollabgabe (einschlieĂlich der angegliederten Zollstätte Niederfinow [Vino] 80 Schock BĂśhmische Groschen) zu.cite-ref-lb1940-nova-13-1[13] Der Nebenabschnitt Burgen-Anordnung von 1377 wies der Ebersburg (Nyerstad) EinkĂźnfte Ăźber 100 Schock BĂśhmische Groschen zu.cite-ref-26[26] Im 15. Jahrhundert begann der Verfall der Anlage.cite-ref-rohowski1997-merks36-5-17-1[17]
Die Brandkatastrophe von 1499, durch Unvorsichtigkeit beim MalzdĂśrren ausgelĂśst, zerstĂśrte die Stadt bis auf ihre steinernen Gebäude â das Rathaus, zwei KurfĂźrstenhäuser und die Kirche â vĂśllig und warf sie in ihrer Entwicklung weit zurĂźck. Der Wiederaufbau, aber auch die neue Stadtverfassung des KurfĂźrsten Joachim I. von 1515 fĂźhrten zu einem neuen Aufschwung. So wurde die Stadt durch Aufkommen des metallverarbeitenden Handwerks zum frĂźhesten Industrieort der Mark Brandenburg. Im Jahr 1532 gab es zwei Kupferhämmer, die 1603 an die Finow verlegt wurden. Am Kienwerder entstanden Eisen-, Blech-, Drahthämmer und Messerschmieden, auĂerdem wurden eine Papierfabrik, Tuchmachereien und Ziegeleien errichtet, besonders am Finowkanal, der 1620 nach 15-jähriger Bauzeit mit elf Schleusen in Betrieb genommen worden ist.
DreiĂigjähriger Krieg
Im DreiĂigjährigen Krieg erlitt Eberswalde ZerstĂśrungen und VerwĂźstungen. Neben den Lasten häufiger Einquartierungen und hohen Kontributionen mussten die Eberswalder Tribut an Herrscher und HeerfĂźhrer entrichten. So kampierte am 20. Juni 1628 Feldmarschall Wallenstein in der Stadt, und vom 18. zum 19. Dezember 1632 ist der in der Schlacht von LĂźtzen gefallene schwedische KĂśnig Gustav Adolf in der Stadtkirche Maria Magdalena aufgebahrt worden. Unter groĂem Aufgebot an Geld und Naturalien musste der jeweils riesige Tross der Begleiter von den BĂźrgern versorgt werden. Eberswalde erholte sich von den Auswirkungen des Krieges nur langsam.
Gegen Ende des DreiĂigjährigen Krieges, 1643, gab es in Eberswalde noch 33 Häuser (vorher 216) und 168 Einwohner, davon 28 BĂźrger (Personen mit BĂźrgerrecht) und 140 Inwohner (Personen ohne BĂźrgerrecht). 1722 waren es wieder 1205 Einwohner, so viel wie vor dem Krieg. Der Finowkanal war zerstĂśrt.
Einwanderung und Wirtschaftsaufschwung
Im Jahr 1693 wurde eine reformierte Gemeinde aus 22 Schweizer Familien angesiedelt. Auf Kosten des KurfĂźrsten wurde fĂźr sie eine eigene StraĂe erbaut und Schweizer StraĂe genannt.cite-ref-jahrhunderts-brandenburg-1855-20-1[20] Zwischen 1743 und 1755 wanderten 120 Scheren- und Messerschmiede, Schlosser und Feilenhauer aus ThĂźringen und dem Rheinland mit ihren Familien ein. Der wieder einsetzende wirtschaftliche Aufschwung fĂźhrte zwischen 1743 und 1746 zum erneuten Ausbau des Finowkanals, der sowohl als Verkehrsweg wie auch als Energiequelle groĂe Bedeutung fĂźr die Stadt und die Industrie gewann. Mit dem Kanal entstand ein Wasser- und Schifffahrtsamt. Auf dem Kupferhammer der Stadt ist der Kessel fĂźr die erste 1785 in Deutschland in Betrieb genommene Dampfmaschine hergestellt worden.
Eberswalde als Luftkurort
Neben der Entwicklung Eberswaldes als Industriestandort bildete sich der Ruf der Stadt als Bade- und Luftkurort sowie als Waldstadt heraus. Ab 1750 wurde ein Gesundbrunnen betrieben. Es gab zahlreiche Versuche, die eisenhaltigen Quellen fßr einen Kur- und Bäderbetrieb zu nutzen. Dem Profil eines Kur- und Erholungsortes diente auch ab 1795 die Schaffung von Promenaden und Schmuckanlagen. Der Badebetrieb wurde 1898 wegen Unrentabilität eingestellt, und Eberswalde verlor seinen Ruf als Badestadt. Luftkurort jedoch blieb die Stadt jedoch vorerst weiter.
Am 1. Mai 1830 ist auf Grund der ausgedehnten Wälder der Umgebung die Forstakademie von Berlin nach Eberswalde verlegt worden. Der praxisbezogene Unterricht in den forstlichen Lehrrevieren und die wissenschaftlichen Leistungen der hier wirkenden Forstwissenschaftler begrßndeten Eberswaldes Ruf als Waldstadt.
Industriezeitalter
Seit 1816 lag Eberswalde im Landkreis Oberbarnim des Regierungsbezirks Potsdam der Provinz Brandenburg. Die industrielle Entwicklung ab Mitte des 19. Jahrhunderts fand ihren Niederschlag in der GrĂźndung zahlreicher Fabriken (1851 Landmaschinenfabrik, 1852 Dachpappen- und Asphaltwerke BĂźsscher & Hoffmann, 1858 Seidenwarenfabrik, 1869 Hufnagelfabrik, 1883 und 1893 EisengieĂereien, 1902 Ardeltwerke, heute Kranbau Eberswalde). Am 23. November 1877 fand die Inbetriebnahme des ersten Fernsprechapparates in Deutschland zwischen Eberswalde und der Postagentur SchĂśpfurth, dem heutigen Finowfurt, statt. Mit steigenden Zahl der Einwohner stieg auch der Bedarf an Postdienstleistungen, wodurch es 1891 bis 1892 zum Bau des Postamtes kam.
Mit der sich beschleunigenden Industrialisierung wurde die Stadt zu einem Eisenbahnknotenpunkt ausgebaut. Am 30. Juli 1842 ist die Bahnverbindung nach Berlin und am 15. August 1843 nach Stettin fertiggestellt worden, 1866 nach Bad Freienwalde (Oder) und Frankfurt (Oder), 1898 nach Templin sowie 1907 nach SchĂśpfurth (Eberswalde-Finowfurter Eisenbahn). Am 7. Januar 1878 wurde die Reparaturwerkstatt der Berlin-Stettiner Eisenbahn erĂśffnet. Später wandelte sie sich zum Reichsbahnausbesserungswerk. Die Deutsche Eisenbahn Service AG betreibt es heute als Reparaturwerkstatt. AuĂerdem entstand die EisenbahnbrĂźcke in der Nähe des Bahnhofes, die am 27. Juni 1910 polizeilich abgenommen wurde.
Parallel dazu wurde das StraĂennetz ausgebaut (1843 nach Bad Freienwalde, 1848 nach Oderberg, 1860 nach Joachimsthal, 1873 nach SchĂśpfurth). Am 1. September 1910 erĂśffnete die städtische StraĂenbahn Eberswalde, die bis zum 2. November 1940 verkehrte. Einen Tag später nahm der elektrische Oberleitungsbus seinen Betrieb in Eberswalde auf. Am 30. Mai 1877 erfolgte die offizielle Umbenennung in Eberswalde. Von 1970 bis 1993 war mit Eberswalde-Finow erneut ein Doppelname in Gebrauch.
Als der Finowkanal trotz dauernder Ausbesserungen und Veränderungen dem Verkehrsaufkommen, der Schiffstechnik und dem Energiebedarf nicht mehr gewachsen war, wurde der neue Oder-Havel-Kanal geschaffen und 1914 eingeweiht.
Ausgebaute VerkehrsstraĂen und die seit Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelten Fabriken bewirkten eine explosionsartige städtische Entwicklung. Hatte Eberswalde 1831 noch 4.388 Einwohner, so ergab eine Volkszählung im Jahr 1910 eine Einwohnerzahl von 26.075. Die Stadt schied am 1. April 1911 aus dem Verband des Kreises Oberbarnim aus und bildete einen eigenen Stadtkreis.cite-ref-27[27]
Im Zuge der Novemberrevolution von 1918 kam es zu Streiks, Demonstrationen und schlieĂlich zur Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates.
Während des Kapp-Putsches im März 1920 beteiligte sich die Arbeiterschaft im Finowtal nahezu vollständig am Generalstreik zur Abwehr des Putsches. In Eberswalde ßbernahm ein Aktionsausschuss der vereinigten Arbeiterparteien die Kontrolle. Eine Arbeiterwehr mit rund 2000 Bewaffneten wurde gebildet, um die Üffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Am Bahnhof Eberswalde kam es am 16. März 1920 zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Besatzung eines Panzerzuges und Eberswalder Arbeitern. Auch in der Umgebung von Eberswalde kam es zu Kämpfen zwischen bewaffneten Arbeitern und Militär.
Versuchsfunkstelle Eberswalde
Die Berliner C. Lorenz AG betrieb von 1909 bis 1939 in der Stadt (hinter der Badeanstalt) ihre Versuchsfunkstelle Eberswalde. Als grĂśĂter Antennenträger wurde ein eisenarmierter, abgespannter Holzgittermast von 70 Metern HĂśhe errichtet. Die Funkstelle war anfangs fĂźr Telegrafie eingerichtet und fĂźhrte ab 1919 auch Experimentalsendungen mit Sprachprogrammen (Rundfunk) durch. Das erste Original-Rundfunkorchesterkonzert fand 1923 statt und im Oktober desselben Jahres wurde das Festkonzert zur Jahresversammlung des Deutschen Museums in MĂźnchen gesendet. Diese drahtlosen Konzerte waren bahnbrechend und machten die deutsche Rundfunktechnik international bekannt. Im Rahmen eines GroĂversuchs ist 1930 die Technik des Richtfunks erprobt worden. Die Versuchsfunkstelle wurde 1939 aufgelĂśst, die Antennenanlagen demontiert und in den Gebäuden eine Forschungsstelle fĂźr die Verwertung von Torf eingerichtet.
Zeit des Nationalsozialismus
Während der Novemberpogrome 1938 kam es in Eberswalde zu Ausschreitungen gegen die jĂźdische BevĂślkerung, dabei wurde die erst 1932 renovierte Synagoge niedergebrannt (die 1889 an dieser Stelle entstandene Synagoge war am 16. August 1931 durch Blitzschlag zerstĂśrt und durch einen Neubau ersetzt worden). Ein Mahnmal (Grundriss der Synagoge) in der GoethestraĂe erinnert seit 2013 an das Gebäude und die jĂźdische Gemeinde in Eberswalde.cite-ref-28[28]
In den Rßstungsbetrieben der Stadt organisierten die Kommunisten Hans Ammon und Fritz Pehlmann den Widerstand, wurden aber verraten und im August 1941 verhaftet. Ammon wurde erschlagen und Pehlmann ging in den Freitod. Zu DDR-Zeiten hieà der Weidendamm Hans-Ammon-Park. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 waren in den Betrieben der Städte Eberswalde und Finow zahlreiche Zwangsarbeiter beschäftigt, die in mehreren Arbeitslagern, meist in der Nähe der Firmen, untergebracht waren. Am 27. August 1943 wurden 205 Juden aus einem Arbeitslager in der Nähe der Märkischen Stahlformwerk GmbH, einer Tochtergesellschaft der Ardelt-Werke (Standort am heutigen Binnenhafen), in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und in den Gaskammern ermordet.cite-ref-29[29] Eine Hachscharastätte gab es ca. 1935 bis 1941 in Polenzwerder, Alte Ziegelei, zur Vorbereitung junger Menschen auf ihre Auswanderung nach Palästina.cite-ref-30[30]
Am 5. September 1944 entstand ein AuĂenlager des KZ RavensbrĂźck (in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs Eisenspalterei) fĂźr etwa 1000 weibliche Häftlinge verschiedener Nationalität, darunter nur wenige deutsche Frauen.cite-ref-31[31] JĂźdische BĂźrger wurden nicht festgehalten. Die Inhaftierten waren ausschlieĂlich politische Häftlinge und mussten in den Ardelt-Werken arbeiten. Unter den 7000 Mitarbeitern des grĂśĂten Unternehmens in Eberswalde waren 1944 3000 Zwangsarbeiter beschäftigt. Im Stammwerk und in der Märkischen Stahlformwerk GmbH wurden zahlreiche RĂźstungsgĂźter produziert: Panzerabwehrkanonen, Selbstfahrlafetten, Raupenfahrzeuge, Panzerkuppeln fĂźr die KĂźstenartillerie, Getriebe und Kettenglieder fĂźr Panzerfahrzeuge, Leichtmetallteile fĂźr den Flugzeugbau, TorpedoausstoĂrohre, GranatenkĂśrper, Tellerminen, Seeminen, Gehäuse fĂźr Fliegerbomben und Pontons fĂźr den Bau von PionierbrĂźcken. Ingenieure der Ardelt-Werke waren auch beim Abschuss der Vergeltungswaffen in PeenemĂźnde beteiligt.cite-ref-32[32]
Das KZ-AuĂenlager in Eisenspalterei wurde wegen des Näherkommens der Roten Armee am 20./21. April 1945 aufgelĂśst und die Häftlinge nach RavensbrĂźck zurĂźcktransportiert, wo sie später freikamen. Nach dem Krieg nutzte die Rote Armee das Lager fĂźr kurze Zeit als Internierungslager und danach als Versorgungsdepot. Zwei der noch existierenden Baracken stehen heute unter Denkmalschutz.cite-ref-33[33]
Am 20. April 1945 gab es in Eberswalde um 19:00 Uhr den ersten Panzeralarm, etwa in dieser Stunde verlieĂ Hermann GĂśring sein Anwesen Carinhall in der Schorfheide Richtung Obersalzberg. Die SS-Sondereinheit Gruppe Steiner verschanzte sich nĂśrdlich der Stadt jenseits des Oder-Havel-Kanals (damals GroĂschifffahrtsweg) und sprengte alle BrĂźcken in der Nähe der Stadt.
In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1945 wurde die Innenstadt von deutschen Flugzeugen mit Brandbomben stark zerstĂśrt. Dieser Angriff war strategisch sinnlos, da die sowjetischen Eliteeinheiten Eberswalde im SĂźden entlang der Bernauer HeerstraĂe umgingen, um mĂśglichst schnell Berlin zu erreichen. Etwa gleichzeitig wurden mehrere Gebäude der Stadt von der Freischärlerorganisation Werwolf angezĂźndet: der Aussichtsturm, der Wasserfall (Ausflugsgaststätte) und andere. Erst nachfolgende Einheiten der Roten Armee besetzten am 26. April 1945 Eberswalde.
SBZ und DDR
Im Nachkriegsdeutschland (ab 1948) erfolgten umfangreiche Planungen fßr einen Neuaufbau der zerstÜrten Stadtgebiete unter Federfßhrung des Stadtplaners und Architekten Hans Freese.cite-ref-34[34] Die Stadt wurde zu einem bedeutenden Industrie- und Agrarstandort, Verkehrsknotenpunkt und kulturellen Zentrum der Region ausgebaut. Eberswalde wurde 1952 auf Grund der Verwaltungsreform in der DDR Kreisstadt des neugebildeten gleichnamigen Kreises Eberswalde im Bezirk Frankfurt (Oder). Zwischen 1954 und 1963 hatte das Institut fßr Forstwirtschaftliche Arbeitslehre der Humboldt-Universität zu Berlin seinen Sitz in den Gebäuden der ehemaligen Versuchsfunkstelle Eberswalde.
Im Jahr 1963 wurde die 1830 erĂśffnete Forstakademie geschlossen beziehungsweise nach Tharandt bei Dresden verlegt. Am 1. April 1992 wurde die damals unterbrochene Lehre in der neu gegrĂźndeten Fachhochschule wieder aufgenommen. Die forstlichen Einrichtungen sind heute wieder ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt.
Nach der Wende
In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 wurde Amadeu Antonio, ein aus Angola stammender Vertragsarbeiter, in Eberswalde von etwa 50 Neonazis brutal zusammengeschlagen. Der 28-jährige erwachte nicht mehr aus dem Koma und erlag zwei Wochen später den Folgen seiner schweren Verletzungen. Während der Tat hielten sich 20 voll ausgerĂźstete Polizisten in der Nähe auf, ohne einzugreifen. Drei bewaffnete Zivilpolizisten, die der Gruppe gefolgt waren, griffen ebenfalls nicht in das Geschehen ein. Einer der Polizisten sagte aus, er habe seine beiden Kollegen zurĂźckgerufen, da er âverhindern wollte, daĂ diese mit der Gruppe in Konflikt geraten.â FĂźnf der jugendlichen Täter wurden im September 1992 vom Bezirksgericht Frankfurt/Oder zu maximal vierjährigen Haftstrafen verurteilt, einige zu Bewährungsstrafen.cite-ref-35[35] Antonios Partnerin und Sohn waren in Eberswalde weiteren Anfeindungen ausgesetzt. So wurde unter anderem der Kinderwagen mit Hakenkreuzen beschmiert und später zerstĂśrt. Der Afrikanische Kulturverein PALANCA e. V. engagiert sich fĂźr Kulturaustausch und versucht, durch schulische Projekttage den Kontinent Afrika durch Tanz, Essen und Exkursionen der BevĂślkerung näher zu bringen, aber auch den Mord an Amadeu Antonio in Erinnerung zu halten.
Der Landkreis Barnim mit Eberswalde als Kreisstadt ist 1993 gebildet worden. Im Jahr 1994 verlieĂen die russischen Streitkräfte die Stadt. Am 10. April 2000 wurde der Binnenhafen eingeweiht und im Jahre 2002 fand die Landesgartenschau in Eberswalde statt.
Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 wurde die Entwicklung des Industriestandortes Eberswalde durch BetriebsneugrĂźndungen forciert. Die heutige Kreisstadt des Kreises Barnim setzt nach dem Niedergang der groĂen Industriebetriebe und Forschungszentren als Verwaltungszentrum auf die FĂśrderung des Mittelstandes, den Aufbau des Stadtzentrums â dort sind bereits viele Neubauten entstanden â mit seinen Infrastrukturen, die Instandsetzung der jahrzehntelang vernachlässigten Wohnsubstanz, die Sanierung der Industrieflächen, Kasernenbauten und des Verkehrsnetzes sowie die Wiederbelebung als Erholungs- und Freizeitzentrum.
Geschichte von Finow bis 1970
Finow entstand 1928 durch Zusammenlegung des 1294 erstmals genannten Dorfes Heegermßhle mit den bis dahin selbständigen Gemeinden Eisenspalterei, Wolfswinkel und Messingwerk und wurde 1935 zur Stadt erklärt. Der Zusammenschluss der Städte Eberswalde und Finow erfolgte 1970 unter dem Namen Eberswalde-Finow. Bis 1920 war Messingwerk ein Gutsbezirk und erhielt 1920 den Status einer eigenständigen Gemeinde. Eisenspalterei und Wolfswinkel waren bis 1928 (Eingemeindung) ebenfalls Gutsbezirke und keine eigenständigen Gemeinden.
Vorgeschichte und OrtsgrĂźndung
Jungsteinzeitliches Material trat vereinzelt auf der sĂźdlichen Talsandterrasse und der anschlieĂenden Moränenfläche sĂźdlich von Finow auf. Im Ziegeleigelände nordwestlich des Ortes barg man im 19. Jahrhundert ein Depot der mittleren Bronzezeit, das 30 Bronzegegenstände enthielt. Diese weisen auf verschiedene kulturelle EinflĂźsse aus dem nĂśrdlichen und dem sĂźdlichen beziehungsweise sĂźdĂśstlichen Europa hin, die hier im Gebiet zwischen Elbe und Oder zusammentreffen. Auch der bronzezeitliche Goldschatz von Eberswalde wurde in Finow (damals Messingwerk bei Eberswalde) gefunden.cite-ref-36[36]
An der Finow gab es ursprĂźnglich eine landesherrliche Zollstätte, wo die GĂźter der von der Oder kommenden Kähne auf Landfahrzeuge umgeladen wurden. Bereits 1294 nennt eine Urkunde auĂer dem Krug (Schenke) und dem Hof, einem markgräflichen Wirtschafts- und Unterkunftsanwesen, auch die Heghermolle. Das Bestimmungswort Heger gehĂśrt zu mittelniederdeutsch heger, das folgende Bedeutung hat: 1. Knecht = Verwalter, 2. zinspflichtige Lehnsleute, Meier, 3. Heger, Hecken-, Knickarbeiter. Diese He(e)germĂźhle gab der Ansiedlung den ersten Namen; 1608 lieĂ sie der KurfĂźrst zugunsten eines Eisenhammers beseitigen.
Mittelalter und Beginn der Neuzeit
Der bäuerliche Ort Heegermßhle umfasste 1375 insgesamt 38 Hufen Land, davon vier Schulzenhufen und ein Kirchhufe. Die Flur, wie das Dorf vom Finowkanal zweigeteilt, setzte sich entsprechend der Dreifelderwirtschaft aus dem Langenstßcken- und dem Mittelstßckenfeld sowie dem Steinfurthschen Feld zusammen. Die Bewohner mussten ihre Hand- und Spanndienste beim elf Kilometer entfernten Amt Biesenthal leisten, nach der Inbetriebnahme des Eisenhammers fßr das Werk. Zusätzliche Forderungen stellte das Forstamt Biesenthal an die Gemeinde, beispielsweise in Form von Hackarbeiten in den Schonungen.
Die unmittelbare Umgebung des Dorfes Heegermßhle nahm seit Anfang des 17. Jahrhunderts auf Betreiben und mit Unterstßtzung des Landesherrn eine gewerbliche Entwicklung, die von gßnstigen Standortfaktoren, wie dem Finowkanal als Transportmittelträger, den Vorkommen von Raseneisenstein und dem Wald als damals wichtigsten Energielieferanten, begßnstigt wurde.
Das erste Eisenhammerwerk in HeegermĂźhle arbeitete bis zu seiner ZerstĂśrung im DreiĂigjährigen Krieg. Ihm folgte 1660 ein Blechhammer, dessen Warenabsatz durch ein Schutzedikt von 1687 gesichert war. An seiner Stelle entstand 1697 bis 1700 das Messingwerk HeegermĂźhle. Ăstlich des Ortes am Finowkanal sind zur gleichen Zeit eine Eisenspalterei und ein Drahthammer errichtet worden. Eine 1726 gebaute kĂśnigliche PapiermĂźhle fiel 1760 dem Siebenjährigen Krieg zum Opfer. Eine neue Fabrik erhielt fĂźnf Jahre später ihren Standort in Wolfswinkel.
Hier arbeitete 1832 die erste englische Papiermaschine, so dass die manuelle Bßttenpapierherstellung allmählich verschwand. Erwähnung verdienen die Ziegeleien, die Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem Ton aus der Finowaue verwerteten. Die Steine gelangten auf dem Wasserweg hauptsächlich nach Berlin. Der nach dem ehemaligen Besitzer benannte Mäckersee sßdlich des Oder-Havel-Kanals, der Rest einer frßheren Tongrube, dient heute zum Baden.
Entwicklung von 1900 bis 1990
Nachdem am 16. Oktober 1907 eine Eisenbahnstrecke von Eberswalde Ăźber HeegermĂźhle nach SchĂśpfurth erĂśffnet und 1920 die elektrische StraĂenbahn von Eberswalde bis Eisenspalterei gefĂźhrt worden war, verbesserte sich der Personen- und GĂźterverkehr bedeutend. In Wolfswinkel ging aus einer Linoleumfabrik ein chemischer Betrieb hervor, 1909 kam ein Elektrizitätswerk hinzu. Die Linoleumfabrik wurde 1921 von der Firma Chemische Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering) Ăźbernommen.cite-ref-37[37]
Das Kraftwerk HeegermĂźhle wurde unter dem Namen Märkisches Elektrizitätswerk (MEW) nach Plänen von Georg Klingenberg erbaut, es hat als einziger Industriebau im Finowtal eine Schaufassade zum Finowkanal. Das MEW galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als vorbildliches Beispiel des neuzeitlichen Kraftwerkbaus und dient noch im 21. Jahrhundert als Musterbau fĂźr die Fachwelt.cite-ref-38[38] Das Messingwerk verlegte 1914 seine Produktionsanlagen an den Oder-Havel-Kanal, ein Zeichen fĂźr die Standortbedeutung der neuen WasserstraĂe. Den Bau von Wohnhäusern trugen Siedlungsgesellschaften, so die Heimstättengesellschaft HeegermĂźhle-Messingwerk.
Am 15. Oktober 1928 entstand durch Zusammenlegung des Dorfes Heegermßhle mit den bis dahin selbstständigen Orten Eisenspalterei, Wolfswinkel und Messingwerk die Gemeinde Finow. Das neue Gemeinwesen wurde 1935 zur Stadt erhoben.
Ende der 1920er Jahre kaufte das Kupfer- und Messingwerk vom Rittergut Lichterfelde Land zwischen dem Oder-Havel-Kanal und dem Anstieg zur Golzower Platte, um eine Siedlung anlegen zu lassen. Auf einem schachbrettartigen Grundriss, mit einem 350 Meter langen Platz in der Mitte, entstanden im Jahr 1934 Doppelwohnhäuser mit entsprechendem Nutzland fĂźr die Selbstversorgung der Familien; 1936 kamen Einfamilienhäuser hinzu. Die Siedlung, die bei der Grundsteinlegung am 13. März 1934 den Namen des vĂślkischen Dichters und Schriftstellers Dietrich Eckart (1886â1923) erhielt, wurde 1945 in Clara-Zetkin-Siedlung umbenannt.
Vom 17. Mai bis zum 3. Juni 1945 waren in einem WaldstĂźck im SĂźdwesten von Finow die teils verkohlten menschlichen Ăberreste von Adolf und Eva Hitler, der Familie Goebbels und des letzten Generalstabschefs des Heeres im Zweiten Weltkrieg, Hans Krebs, vergraben. Später wurden sie in den Stadtforst von Rathenow transportiert.cite-ref-39[39]
Die Industrialisierung fßhrte zu einem schnellen Wachstum der BevÜlkerung. Lebten in Heegermßhle 1840 erst 419 Menschen, so waren es 1910 bereits 5859. Bei der Volkszählung im Jahre 1939 wurden in Finow 10.488 Personen gezählt. Im Dezember 1969 lebten in der Stadt 11.767 Menschen. Drei Monate später, im März 1970, wurde Finow mit Eberswalde vereinigt.
Ereignisse ab 1990
Am 3.:Oktober 2020, dem 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung, pflanzte BĂźrgermeister Friedhelm Boginski gemeinsam mit Hans Mai, erstes Stadtoberhaupt nach der Wende, und Sonja Langkau vom Zoo Eberswalde im Familiengarten ein Baumdenkmal fĂźr die Deutsche Einheit. Am 3. Oktober 2023 wurde zwischen den Bäumen die Skulptur âZusammen(ge)wachsenâ des Eberswalder Metallbildhauers Eckhard Herrmann der Ăffentlichkeit Ăźbergeben.cite-ref-einheitsb-ume1-40-0[40]cite-ref-einheitsb-ume2-41-0[41]
Eingemeindungen
⢠1928 wurden Eisenspalterei, Wolfswinkel, Heegermßhle und Messingwerk zur Gemeinde Finow zusammengeschlossen.
⢠Am 1. Mai 1936 wurde die Gemeinde Kupferhammer aus dem Kreis Oberbarnim in den Stadtkreis Eberswalde eingegliedert.
⢠Am 20. März 1970 fand die Vereinigung der bis dahin eigenständigen Städte Eberswalde und Finow unter dem neuen Namen Eberswalde-Finow statt.
⢠Am 1. Juli 1993, gleichzeitig mit der Umstellung der Postleitzahlen, wurde aus Eberswalde-Finow wieder Eberswalde.
⢠Am 5. Dezember 1993 wurden die Gemeinden Sommerfelde und Tornow eingemeindet.
⢠Am 1. Januar 2006 wurde die Gemeinde Spechthausen aus dem Amt Biesenthal-Barnim ein Ortsteil der Stadt.
BevĂślkerungsentwicklung
Eberswalde hat 41481 Einwohner (Stand: 2024)
â
Hauptartikel
:
BevĂślkerungsentwicklung von Eberswalde
Im DreiĂigjährigen Krieg verlor Eberswalde fast seine gesamte BevĂślkerung. Die Einwohnerzahl sank von 1200 im Jahr 1618 bis auf 168 im Jahr 1643. Erst 1722 erreichte die BevĂślkerungszahl wieder den Vorkriegsstand. Im 18. Jahrhundert wuchs die Einwohnerzahl von Eberswalde nur langsam. Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein erneutes stärkeres BevĂślkerungswachstum ein. Lebten 1817 etwa 4000 Personen in Eberswalde, waren es 1898 schon 20.000. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf knapp 41.000.
Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt etwa ein Drittel ihrer BevÜlkerung. Die Einwohnerzahl sank bis 1945 um 13.238 Personen auf 27.377. Am 20. März 1970 schlossen sich die Städte Eberswalde (33.400 Einwohner 1969) und Finow (11.767 Einwohner 1969) zur Stadt Eberswalde-Finow mit rund 45.000 Einwohnern zusammen. Im Jahr 1989 hatte Eberswalde-Finow mit etwa 55.000 die hÜchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht.
Die ersten 190 ungarischen Vertragsarbeiter kamen 1968 nach Eberswalde. Bis 1969 wuchs ihre Zahl auf 277. Viele Ungarn haben sich in der Stadt niedergelassen und bilden heute die grĂśĂte Gruppe unter der ausländischen WohnbevĂślkerung. Die ersten algerischen Vertragsarbeiter trafen 1974 in Eberswalde ein. Später folgten Kubaner, Vietnamesen, Mosambikaner und Angolaner. Ihre Zahl lag in den 1980er Jahren zwischen 500 und 800. Im Jahr 1989 waren in Eberswalde 1310 Ausländer polizeilich registriert, darunter 564 Vertragsarbeiter.
Die grĂśĂte registrierte ausländische Gruppe stellten die FamilienangehĂśrigen der Offiziere der sowjetischen Streitkräfte.cite-ref-42[42]
In der Zeit vor der Wende waren in Eberswalde folgende sowjetischen Armeeeinheiten stationiert:cite-ref-43[43]
⢠20. Gardearmee (Hauptquartier)
⢠899. Luftlandebataillon
⢠255. Reparaturbataillon
⢠307. Reparaturbataillon
⢠423. Funkbataillon
⢠247. Schßtzenbataillon
⢠81. Garde-Mot. Schßtzenregiment
⢠787. Jagdfliegerregiment
⢠41. Hubschrauberstaffel
⢠117. Rßckwärtige Brigade
⢠793. Militärkrankenhaus
Allein zum Stab der 20. Gardearmee gehÜrten 10.000 ArmeeangehÜrige und 5.000 Zivilbeschäftigtecite-ref-44[44], die nicht in der BevÜlkerungsstatistik erfasst wurden. Insgesamt waren im Raum Eberswalde rund 30.000 Soldaten der Sowjetarmee stationiert.cite-ref-45[45] Inklusive Zivilbeschäftigten und Kindern waren in Eberswalde etwa so viele Sowjetbßrger wie Deutsche wohnhaft, die BevÜlkerungszahl von etwa 100.000 wurde jedoch nie offiziell bekanntgegeben.
Im Jahr 1990 waren bei der Stadtverwaltung noch 435 Ausländer (0,8 %) gemeldet. Die Zahl der Ausländer sank bis Ende 1991, bedingt u. a. durch die vorzeitige Kßndigung der Arbeitsverträge durch die Betriebe und Abwanderung, auf 299 (0,6 %). Bis 2000 wuchs die Ausländerzahl wieder auf 550 Personen (1,2 %). In den letzten Jahren stieg der Ausländeranteil an der GesamtbevÜlkerung kontinuierlich und lag 2005 bei 2,2 % (920 Personen).cite-ref-46[46]
Seit der Wende und friedlichen Revolution in der DDR verlor die Stadt durch Abwanderung und GeburtenrĂźckgang ein Viertel ihrer Einwohner.
Am 23. September 2008 erhielt Eberswalde-Finow den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.
Religion
Kirchen
Die Evangelische Stadtkirchengemeinde Eberswalde gehĂśrt zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und besitzt drei Kirchengebäude: die 1241 gegrĂźndete Maria-Magdalenen-Kirche in Eberswalde, die 1892 bis 1894 gebaute Johanniskirche und die 1952 bis 1954 gebaute Pfingstkapelle Ostende. Weiterhin gibt es drei u. a. auch als Gottesdienststätten genutzte Gemeindehäuser: den Friedenskirchsaal im Stadtteil Westend, das Wartburgheim im Stadtteil Nordend und das Gemeindehaus EisenbahnstraĂe 84. Zur Evangelischen Kirchengemeinde Finow gehĂśren die Kirche im Stadtteil Finow, das im April 2001 fertiggestellte Gemeindezentrum im Brandenburgischen Viertel, das am 5. November 2006 den Namen Dietrich-Bonhoeffer-Haus erhielt, sowie das Gemeindehaus in der Clara-Zetkin-Siedlung.
Die RÜmisch-katholische Kirche besitzt jeweils ein Kirchengebäude in den Stadtteilen Eberswalde (St. Peter und Paul, 1876/1877 nach einem Entwurf des KÜlner Dombaumeisters Vincenz Statz) und Finow (Heilige Theresia vom Kinde Jesu, 1934, Architekt war Josef Bachem). Vom 1. Januar 1938 bis zur AuflÜsung der Dekanatsstrukturen im Erzbistum Berlin am 31. März 2021 war Eberswalde Sitz eines Dekanats.
Freikirchen
Die Vereinigung evangelischer Freikirchen ist mit folgenden Gemeinden in Eberswalde vertreten:
⢠Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten
Eine weitere freikirchliche Gemeinde ist die Christus-Gemeinde Eberswalde (e. V.).
Weitere Religionsgemeinschaften
⢠Neuapostolische Kirche Barnim (Eberswalde, MertensstraĂe 4; 2024 Neubau eingeweiht)cite-ref-47[47]
⢠Zeugen Jehovas
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde besteht aus 36 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen BĂźrgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 fĂźhrte bei einer Wahlbeteiligung von 57,1 % zu folgendem Ergebnis:cite-ref-48[48]
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 [ 49 ] | Sitze 2019 | | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| AfD | 13,3 % | 5 | | 24,1 % | 9 |
| BĂźndnis Eberswalde | 0 9,5 % | 3 | | 11,8 % | 4 |
| CDU | 12,2 % | 4 | | 11,8 % | 4 |
| Die Linke | 0 13,3 % | 5 | | 11,8 % | 4 |
| SPD | 14,5 % | 5 | | 11,1 % | 4 |
| BĂźrger fĂźr Eberswalde (BfE) | 0 8,9 % | 3 | | 0 7,6 % | 3 |
| BĂźndnis 90/Die GrĂźnen | 10,6 % | 4 | | 0 7,1 % | 3 |
| FDP | 0 7,2 % | 3 | | 0 6,0 % | 2 |
| Die PARTEI / Alternative Liste Eberswalde / BĂźrgerinitiative Radwege in Eberswalde | 0 3,3 % | 1 | | 0 3,1 % | 1 |
| BĂźrgerfraktion Barnim | 0 3,9 % | 1 | | 0 2,2 % | 1 |
| BVB / Freie Wähler Eberswalde | â | â | | 0 2,1 % | 1 |
| Einzelbewerber Jens Fiedler | â | â | | 0 0,7 % | â |
| Einzelbewerber Matthias Ludewig | â | â | | 0 0,7 % | â |
| FĂźr Umwelt und Natur â Gegen B167neu! | 0 1,6 % | 1 | | â | â |
| Einzelbewerber Carsten Zinn | 0 1,6 % | 1 | | â | â |
| Insgesamt | 100 % | 36 | | 100 % | 36 |
Im Land Brandenburg hat jeder Wähler bei der Kommunalwahl drei Stimmen, die er auf die Bewerber eines Wahlvorschlages oder unterschiedlicher Wahlvorschläge verteilen kann.cite-ref-50[50] Die FĂźnf-Prozent-HĂźrde wird bei Kommunalwahlen nicht mehr angewandt. In die Stadtverordnetenversammlung kĂśnnen somit alle Parteien und Gruppierungen einziehen, die â in Abhängigkeit vom Sitzzuteilungsverfahren â genug Stimmen erhalten, um die faktische Sperrklausel fĂźr ein Mandat zu Ăźberwinden.
BĂźrgermeister
Liste der BĂźrgermeister seit 1945cite-ref-51[51]
Reinhard Schulz war 2006 wegen Untreue und Bestechlichkeit verurteilt worden und durfte drei Jahre kein Üffentliches Amt ausßben.cite-ref-52[52] Am 16. Juli 2006 wurde er bei einem Bßrgerentscheid mit 91,2 % der gßltigen Stimmen als Bßrgermeister abgewählt.cite-ref-53[53]
In der Bßrgermeisterstichwahl am 19. November 2006 wurde Friedhelm Boginski (FDP) zum neuen Bßrgermeister gewählt.cite-ref-54[54] Er wurde am 14. September 2014 mit 64,6 % der gßltigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.cite-ref-55[55] Boginski wechselte 2021 als Abgeordneter in den Bundestag und gab deshalb sein Amt vorzeitig auf.
Wappen
Historisches Stadtwappen
Flagge
âDie Flagge ist Schwarz â WeiĂ â GrĂźn (1:1:1) gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.â
Dienstsiegel
Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Stadt mit der Umschrift STADT EBERSWALDE ⢠LANDKREIS BARNIM.
Städtepartnerschaften
Eberswalde hat mit drei Städten eine Gemeindepartnerschaft abgeschlossen:cite-ref-60[60]
| Stadt | Land | seit |
|---|---|---|
| Delmenhorst | Deutschland Deutschland | 1990 [ 61 ] |
| GorzĂłw Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) | Polen Polen | 2001 |
| Herlev | Danemark Dänemark | 1994 |
SehenswĂźrdigkeiten und Kultur
In der Liste der Baudenkmale in Eberswalde und in der Liste der Bodendenkmale in Eberswalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.
Bauwerke
Das Alte Rathaus, ein barockes BĂźrgerhaus aus dem Jahr 1775, das als Wohnhaus des Tuchfabrikanten Heller erbaut wurde, befindet sich am Marktplatz.
Den Marktplatz schmĂźckte zu DDR-Zeiten der LĂśwenbrunnen, ein groĂer runder Brunnen, der von den ursprĂźnglich vier Brunnen an den vier Ecken in der sĂźdĂśstlichen Ecke Ăźbriggeblieben war. Mit der Umgestaltung des Platzes ab dem Jahr 2005 wurde der Springbrunnen abgerissen und ein kleines Wasserspiel errichtet, das im Volksmund âPissrinneâ genannt wird. Am Marktplatz entstand 2007 nach zweijähriger Bauzeit mit dem Paul-Wunderlich-Haus eines der modernsten Ăśkologischen Verwaltungsgebäude Deutschlands. Der Komplex nutzt Erdwärme und benĂśtigt nur etwa ein Drittel der sonst notwendigen Energie. Er ist Sitz der Kreisverwaltung und des Landrates sowie Arbeitsplatz fĂźr rund 500 Mitarbeiter. Im Hof des kleeblattartigen Gebäudeensembles stehen Nachbildungen von Werken des KĂźnstlers Paul Wunderlich. Das Innere des Hauses beherbergt eine Dauerausstellung mit mehr als 300 Originalen des in Eberswalde geborenen Malers und Bildhauers.cite-ref-62[62]
Ebenfalls in der Nähe des Marktplatzes befindet sich die Maria-Magdalenen-Kirche, eine hochgotische Stadtpfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert mit der hÜchsten gemauerten Kirchturmspitze der Welt.
Das Martin Gropius Krankenhaus (Klinik fĂźr Neurologie und Psychiatrie) war vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis nach der Wiedervereinigung Deutschlands von der Sowjetarmee besetzt und wurde umfassend renoviert. Im Stadtzentrum befinden sich am sĂźdlichen Rand des Eberswalder Urstromtals zwei Treppen: die Goethetreppe und die Schillertreppe. Als Neubau wurde die Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde mit Architekturpreisen bedacht.
Einige Kilometer nĂśrdlich der Stadt befindet sich das Kloster Chorin, die Ruine eines von ZisterziensermĂśnchen erbauten Kloster-Komplexes. Ăstlich von Eberswalde findet man am Oder-Havel-Kanal den RagĂśser Damm und das Schiffshebewerk Niederfinow, nĂśrdlich der Stadt unterquert die Fernbahnlinie Berlin-Stettin den Kanal (KanalunterfĂźhrung).
Die TeufelsbrĂźcke am Finowkanal steht im Stadtteil Finow auf dem Gelände des ehemaligen Messingwerkes. Die BrĂźcke ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs ungenutzt, es existiert kein BrĂźckenbelag mehr. Die vorhandenen Bauteile gehĂśrten von 1824 bis 1826 zur Weidendammer BrĂźcke in Berlin. Sie wurde 1880 um Gehwegbahnen ergänzt. Die erste Umsetzung der BrĂźcke erfolgte 1895, sie wurde, um 13 Meter gekĂźrzt, in Liepe Ăźber den Finowkanal wieder aufgebaut. Im Jahr 1913 wurde sie nochmals gekĂźrzt und Ăźber der Ausfahrt des Messingwerkhafens montiert. Der mittlere BrĂźckenteil ist herausnehmbar, um grĂśĂeren Schiffen eine Durchfahrt zu ermĂśglichen. Gelegentlich wird sie auch âTreidelpfadbrĂźckeâ genannt. Die BrĂźcke ist eine dreijochige, jetzt 23 Meter lange und etwa 2,30 Meter breite Ganzmetallkonstruktion aus genieteten und verschraubten LâProfilen und Blechen. Das Mittelteil ist auf gusseisernen Säulen gelagert. Die gesamte BrĂźcke ist in sich schief, dies kann auf nachlässige Fertigung oder auf einen Transportschaden, auf Setzungen oder einen Unfall zurĂźckzufĂźhren sein. Hafen- und Kanalseite des Bauwerks sind um etwa acht Zentimeter versetzt, was eine Schieflage von etwa drei Grad bedeutet.
Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in typisch genieteter Bauweise errichtete BahnhofsbrĂźcke Eberswalde wurde zwischen 2004 und 2006 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Das zweithÜchste Gebäude der Stadt ist ein Behälter des Mischfutterwerks Eberswalde, das hÜchste ist der Fernmeldeturm Eberswalde.
Im Stadtteil Finow befinden sich in der Messingwerksiedlung mehrere Kupferhäuser, entworfen unter anderem von Walter Gropius, und neben den ehemaligen Hirsch-Werken der Wasserturm des Berliner Architekten Paul Mebes. Er ist ein herausragendes Beispiel des deutschen Expressionismus. Die Ruine einer KnĂźppelhalle und das Generatorenhaus der Eisenspalterei stehen am Finowkanal westlich der Lichterfelder StraĂe. Die KnĂźppelhalle wurde 1847 bis 1849 von August Borsig fĂźr die Borsigwerke in Berlin-Moabit erbaut; 1900 wurde sie demontiert und umgesetzt.
Parks
Wegen der umliegenden groĂen Waldflächen hat sich der inoffizielle Beiname Waldstadt eingebĂźrgert. Selbst in der Stadt findet man viele GrĂźnflächen, die grĂśĂtenteils nach der ZerstĂśrung der Wohnbebauung durch einen Luftangriff der deutschen Luftwaffe im April 1945 angelegt wurden.
Am sßdlichen Stadtrand befindet sich inmitten des Eberswalder Stadtforsts der Zoologische Garten und der Forstbotanische Garten Eberswalde. Anlässlich der Landesgartenschau 2002 entstand im Ortsteil Eisenspalterei auf dem Gelände des ehemaligen Walzwerkes Altwerk der Familiengarten. Im Zentrum der Stadt befindet sich nahe dem Campus der Fachhochschule der Park Weidendamm, der 2003 ähnlich seiner Gestalt vor dem Ersten Weltkrieg umgebaut wurde.
Der Waldfriedhof (Haupteingang Breite StraĂe / Ecke Heinrich-Heine-StraĂe) wurde bereits um 1600 erĂśffnet und gehĂśrte damals zum St.-Gertrud-Hospital. Die Einweihung der Trauerhalle erfolgte 1846, 1903 erhielt der Friedhof seine heutige Ausdehnung. Die Terrassen und parkähnlichen Gehwege entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Plänen des Stadtgarteninspektors Fritz Schumann. Auf dem Friedhof sind zahlreiche PersĂśnlichkeiten der Stadt begraben, darunter EhrenbĂźrger, BĂźrgermeister, Forstprofessoren, Baumeister und KĂźnstler.
Der erste jĂźdische Friedhof in Eberswalde entstand 1751 an der Oderberger StraĂe und gehĂśrt zu den ältesten in Brandenburg. Er wurde 1851 erweitert und 1862 mit einer Mauer aus Ziegelsteinen umgeben. Etwa 60 Meter der noch stehenden Umfassungsmauer wurden 1987 entfernt. Der älteste noch erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1784. Der zweite jĂźdische Friedhof wurde 1924 an der Freienwalder StraĂe neben dem Waldfriedhof erĂśffnet und 1929 die heute nicht mehr bestehende Friedhofshalle eingeweiht. Auf dem Friedhofsgelände sind noch 53 Grabsteine erhalten geblieben.
Stiftung WaldWelten
Die Stadt Eberswalde hat im Jahr 2010 gemeinsam mit der Hochschule fĂźr nachhaltige Entwicklung Eberswalde HNEE (FH) die Stiftung WaldWelten ins Leben gerufen. Zweck dieser Stiftung ist die FĂśrderung der waldbezogenen Wissenschaft und Klimafolgenforschung, die Ăśffentliche Umweltbildung, die FĂśrderung von waldbezogener Kunst und Kultur sowie des Naturschutzes. Der gut 140 Hektar groĂe Stiftungswald befindet sich im SĂźden der Stadt, zwischen Forstbotanischem Garten/Schwappachweg und dem Ortsteil Spechthausen. Auf der Fläche entsteht schrittweise das Landesarboretum des Landes Brandenburg. Der Stiftungswald ist mit einem FuĂ- und Radweg an das Stadtzentrum angeschlossen und dient der BevĂślkerung als Naherholungsgebiet.cite-ref-63[63]
Naturdenkmale
Direkt im Ort, in der SchicklerstraĂe, am frĂźheren Marktplatz der Eberswalder Vorstadt, ist eine Winterlinde erhalten. Ihr Alter wird auf 250 Jahre geschätzt. Laut angehängter Erklärungstafel ist sie rund 25 Meter hoch und verfĂźgt Ăźber einen Stammumfang von 3,25 Meter (siehe Bild).
Die Stadt Eberswalde ist umgeben von ausgedehnten Waldflächen. Direkt an die Stadt grenzt im Sßden der Eberswalder Stadtforst, der sich bis nach Trampe, Klobbicke, Tuchen und Grßntal erstreckt und eine Fläche von ca. 60 km² hat.
NordÜstlich der Stadt gibt es weitere ausgedehnte Waldflächen mit dem Totalreservat Plagefenn nÜrdlich der Ortschaft Liepe. Rings um die Stadt liegen viele Seen, Bäche, Moore und Heiden.
Geschichtsdenkmale
⢠Alter JĂźdischer Friedhof von 1751, Oderberger StraĂe
⢠Denkmal fßr die Opfer des Faschismus auf dem Karl-Marx-Platz
⢠Ehrengrab fßr drei sowjetische Kriegsgefangene auf dem Lichterfelder Friedhof
⢠Gedenkstätte fĂźr die ausländischen Zwangsarbeiter auf dem Waldfriedhof Freienwalder / Breite StraĂe
⢠Judenhaus, KirchstraĂe 18 als Deportationssammelstelle
⢠Neuer JĂźdischer Friedhof von 1929, Freienwalder StraĂe
⢠Heldenhain Eberswalde, Denkmal fĂźr die Gefallenen des Ersten Weltkrieges am Rand der Oberheide, sĂźdlich der Georg-Herwegh-StraĂe
⢠Baumdenkmal fßr die Deutsche Einheit im Familiengarten mit Metallskulptur Zusammen(ge)wachsen des Eberswalder Metallbildhauers Eckhard Herrmanncite-ref-einheitsb-ume1-40-1[40]cite-ref-einheitsb-ume2-41-1[41]
Museum
Ein Museum fĂźr Regionalgeschichte befindet sich im ältesten erhaltenen Fachwerkhaus der Stadt, der ehemaligen Adler-Apotheke. In dem dreigeschossigen Gebäude in der SteinstraĂe befand sich von 1623 bis 1986 eine Apotheke. Seit 1906 ist dort eine Touristeninformation untergebracht.cite-ref-64[64] Das Museum wurde am 4. Februar 1906 gegrĂźndet. Bei seiner GrĂźndung wurde der Historiker und Redakteur der Eberswalder Zeitung Rudolf Schmidt mit der Verwaltung betraut. Das Museum war zuerst im Dachgeschoss des Rathauses, später in der Hindenburg-Oberrealschule (heute Gesamtschule Mitte), der St.-Georgs-Kapelle und in einer Schule in der KirchstraĂe 8 untergebracht. Aus den anfänglich 150 Exponaten sind mittlerweile 12.500 geworden. Zu den interessantesten AusstellungsstĂźcken zählt die Nachbildung des bronzezeitlichen Eberswalder Goldschatzes â er gilt als der grĂśĂte Goldfund in Deutschland. Die acht Goldschalen sowie die 73 anderen Teile wie Halsschmuck und Armbänder mit einem Gesamtgewicht von 2,54 Kilogramm purem Gold stammen aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. und wurden am 16. Mai 1913 bei Ausschachtungsarbeiten eines Hauses in einem Tongefäà entdeckt und nach Berlin gebracht. Sie fielen 1945 offenbar der Roten Armee in die Hände. Im Januar 1994 wurde bekannt, dass sich der sogenannte Eberswalder Goldschatz im Moskauer Puschkin-Museum befindet.
Das Museum zeigt an einem Modell die Funktionsweise des ehemals im Eberswalder Ortsteil Spechthausen betriebenen Kupferhammers.cite-ref-65[65] Ein besonderes AusstellungsstĂźck ist eine aufwendig gestaltete KupferschmiedeÂinnungslade des märkischen Kupferschmiedegewerks aus dem Jahr 1663. Diese gehĂśrte dem aus Berlin stammenden Hammermeister Christoph Puchert, der auf dem Kupferhammer arbeitete.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]
Musik
Die FreilichtbĂźhne im Familiengarten Eberswalde auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau 2002 ist der grĂśĂte Veranstaltungsort. Sie bietet bis zu 4000 Besuchern einen Sitzplatz. In der St.-Georgs-Kapelle finden Konzerte der klassischen und modernen Kammermusik sowie musikalisch-literarische Veranstaltungen statt. Die kleine Konzerthalle bietet bis zu 80 Personen Platz. Seit der ErĂśffnung des Paul-Wunderlich-Hauses wird der Plenarsaal auch als Ăśffentlicher Veranstaltungsraum genutzt.
In Eberswalde findet seit 1994 jährlich das Jazz-Festival jazz in E. an wechselnden Veranstaltungsorten statt. Im Forstbotanischen Garten gibt es seit 2001 sommerliche Weltmusikkonzerte mit internationalen Kßnstlern in der Veranstaltungsreihe Purpur. Der Choriner Musiksommer wird von der Forstakademie Eberswalde veranstaltet und bietet Freunden der klassischen Musik einen ungewÜhnlichen Rahmen in den Ruinen des Klosters Chorin.
Das Haus Schwärzetal ist das älteste erhalten gebliebene Haus fĂźr GroĂveranstaltungen. Hier finden jährlich die Eberswalder Faschingstage statt.
RegelmäĂige Veranstaltungen
Fasching/Karneval: Erste Faschingsveranstaltungen in Eberswalde reichen bis ins 19. Jahrhundert zurßck. Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es Fasching und Karneval in Eberswalde. Traditionell ist der Austragungsort der Schuppen (das Haus Schwärzetal), der die Ausgestaltung der Räumlichkeiten fßr die Faschingsfeiern bietet. Fasching und Karneval sowie die Veranstaltungen anderer Vereine bilden die Eberswalder Faschingstage.
FĂźr einige Jahre war das 1983 erĂśffnete Haus der Kultur (im Volksmund Las Vegas) ein kulturelles Zentrum der Stadt. Fast 800 Personen fanden zur gleichen Zeit Platz im Gebäude. Hier befanden sich eine Bierkneipe, Speiserestaurant, Nachtbar und eine Diskothek. Es nahmen 1985 137.000 Menschen das kulturelle Angebot wahr. Nach der Wende in der DDR die Stätte geschlossen und das Haus Schwärzetal trat die Nachfolge des Hauses der Kultur an. Bis 2008 nutzte Neckermann das Gebäude. Das ehemalige Haus der Kultur wurde 2011 abgerissen.cite-ref-68[68] Auch das Kulturhaus BeimlerstraĂe (Bauunion) sowie das Kulturhaus Rotes Finowtal (Westend-Kino) wurden nach der Wende geschlossen, um die Mittel fĂźr das Haus Schwärzetal und die darin stattfindenden Faschingstage zu konzentrieren.
Das Finowkanalfest findet jährlich im Frßhsommer am Finowkanal statt. Im Zentrum nahe der Altstadt wurde dieses Volksfest bis 2003 an der Stadtschleuse veranstaltet. Neben einem Bootskorso städtischer Sport- und Faschingsvereine gibt es Konzerte, mittelalterliche Vorfßhrungen und Tanzveranstaltungen. Seit dieses Fest von der Stadt im Familiengarten durchgefßhrt wird, sind die Besucherzahlen stark rßckläufig.
Weitere Veranstaltungen sind die Choriner Filmnächte (sie finden alljährlich im Spätsommer im Klostergarten Chorin statt), das Internationale Filmfest Eberswalde (es wird alljährlich im Spätsommer unter wechselnden Mottos veranstaltet). Rock aus E. wird seit 1998 jährlich am letzten Sonnabend im Mai veranstaltet. Punk Is Not Dead mit Auftritten diverser Punkrockbands findet seit 2003 immer am 2. Oktober im Jugend- und Kulturverein Exil Eberswalde oder im Rockbahnhof Eberswalde statt.
Kulinarische Spezialitäten
Der Eberswalder Spritzkuchen ist ein Gebäck aus Brandteig, der in Fett frittiert wird. Das Backwerk aus dieser Stadt erreichte bereits im 19. Jahrhundert ßberregionale Bekanntheit. Der Berliner Konditor und Lebkßchler Gustav Louis Zietemann hatte am 23. Februar 1832 die Genehmigung erwirkt, sich als Konditor in Eberswalde niederzulassen. Am 1. April 1832 erÜffnete er seine Konditorei und bot dort erstmals Eberswalder Spritzkuchen an und lieferte diese ab 1842 an den Bahnhof. So wurden die Spritzkuchen ein Werbeträger fßr die Stadt und viele Reisende verbanden den Namen von Eberswalde mit den Spritzkuchen.cite-ref-69[69]
In der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise wurden von der Stadt Eberswalde zwei Notgeld-Scheine ausgegeben (25 und 50 Pfennig). Es kursiert das GerĂźcht, dass diese Scheine zum Bezahlen von Spritzkuchen auf dem Bahnhof gedacht waren, sie waren aber normales Notgeld. Zum Gedenken an Zietemann wurde im Eberswalder Bahnhof eine Bronzestatue aufgestellt.
Eberswalder WĂźrstchen sind eine besondere Eberswalder Spezialität, die allerdings in Britz hergestellt wird. Es sind speziell gewĂźrzte und schlanke BockwĂźrstchen, die auch auĂerhalb von Eberswalde groĂe Verbreitung finden.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Ăberblick
Die Stadt ist von der brandenburgischen Landesregierung als Regionales Entwicklungszentrum (REZ) und als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums eingestuft. Eberswalde ist im Landkreis Barnim der einzige Regionale Wachstumskern mit verschiedenen Branchenkompetenzfeldern. Die Wirtschaftsstruktur ist geprägt durch die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, den Waggonbau, die Holzbe- und -verarbeitung, den Maschinenbau, die Eisen-, Stahl- und Buntmetallerzeugung, die Elektrotechnik und den Binnenhafen.
Weiterhin gibt es einige Betriebe aus der Metallverarbeitung, der MassengĂźterproduktion und dem Recyclinggewerbe. Charakteristisch fĂźr die soziale Infrastruktur ist die Gesellschaft fĂźr Leben und Gesundheit mbH (GLG), zu der unter anderem die Klinikum Barnim GmbH, das Werner-ForĂmann-Krankenhaus und die Martin-Gropius-Krankenhaus GmbH gehĂśren. Im Universalbankgeschäft ist die Sparkasse Barnim mit Sitz in Eberswalde MarktfĂźhrer im Landkreis Barnim.
Die städtische Infrastruktur wird in den 2020er Jahren durch den Auf- und Ausbau eines hochleistungsfähigen Glasfasernetzes fĂźr die Daten-, Sprach- und BildĂźbertragung modernisiert. Wichtige Standorte wie die Gewerbegebiete, die Banken und Sparkassen, die Stadt- und Kreisverwaltungen sowie das BehĂśrdenzentrum wurden an das Citynetz angeschlossen. Die Entwicklung des Flugplatzes Eberswalde-Finow zu einem Verkehrslandeplatz mit Ăźberregionaler Bedeutung und der Bau einer Ost-West-SchnellstraĂe mit Anschluss der Gewerbestandorte ist geplant. Auf dem Flugplatzgelände wurde 2010/11 mit dem Solarpark Finow Tower der zum damaligen Zeitpunkt grĂśĂte Solarpark Europas mit einer Leistung von 84,7 MWp errichtet.cite-ref-70[70]cite-ref-71[71]
Ansässige Unternehmen in der Region (Auswahl)
Die in Eberswalde bis 1990 ansässige Schwerindustrie (vor allem metallverarbeitende Betriebe) verlor nach der deutschen Wiedervereinigung stark an Bedeutung. Die groĂen Betriebe mussten aus wirtschaftlichen GrĂźnden aufgeben oder sich stark verkleinern. Im Kranbau Eberswalde arbeiteten 1989 rund 3500 Menschen; in den 2020er Jahren sind es noch 200. Das Walzwerk Finow hatte zur Wende 2500 Mitarbeiter, bei der Stilllegung am 31. März 2012 waren es noch 145.cite-ref-72[72] Trotzdem blieb die Stadt ein industrielles Zentrum und mit der Neuausrichtung der Metallbranche ab 1990 wurde auch die Produktpalette erweitert.
GrĂśĂter Arbeitgeber der Region ist die in Eberswalde ansässige GLG Holding Gesellschaft fĂźr Leben und Gesundheit mbH (siehe oben). Neben den genannten Krankenhäusern gehĂśren ein ambulantes Rehabilitationszentrum, ein ambulanter Pflegedienst, eine Service- und Immobilienverwaltung sowie die MVZ Eberswalde GmbH dazu. In AngermĂźnde gibt es die Medizinisch-Soziales Zentrum Uckermark gGmbH mit ihrer Tochtergesellschaft MVZ Prenzlau GmbH, das Kreiskrankenhaus Prenzlau, das Krankenhaus AngermĂźnde sowie die Fachklinik Wolletzsee. Der Gesundheitskonzern GLG ist mit rund 3.600 Mitarbeitern eines der grĂśĂten Unternehmen im Bundesland Brandenburg und grĂśĂter Arbeitgeber in den Landkreisen Barnim und Uckermark.cite-ref-73[73]
ZweitgrĂśĂtes Unternehmen und nach der Kreisverwaltung (mehr als 800 Mitarbeitercite-ref-74[74]) drittgrĂśĂter Arbeitgeber ist die Deutsche Eisenbahn Service AG, ehemals DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH (bis 1993 Reichsbahnausbesserungswerk) mit etwa 130 Beschäftigten (1989 noch 1500). Zur gleichen Branche zählt die Eberswalder Betriebsstätte der ODIG, einer Tochtergesellschaft der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG).
An grĂśĂeren Unternehmen existieren noch die Finow Rohrleitungssystem- und Apparatebau Serviceleistungs GmbH (100 Mitarbeiter) und die Finow Automotive GmbH (70 Mitarbeiter). Ăberregionale Bedeutung haben die Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH Märkisch Edel und der Brennstoff- und MineralĂślhandel K.-Otto Hucke.
Am Eberswalder Hafen betreibt die 1Heiz Gruppe eines der grĂśĂten Biomassekraftwerke Europas (64 MW Leistung). Der erzeugte CO2 neutrale Strom wird in das Ăśffentliche Netz eingespeist und deckt den Strombedarf von Eberswalde. Die anfallende Wärme dient zur Produktion von Holzpellets, am Standort werden 45 Mitarbeiter beschäftigt.
Die DRE/CON GroĂwälzlager GmbH (100 Mitarbeiter) wurde am 1. Januar 2007 von der Rothe Erde GmbH mit Sitz in Dortmund Ăźbernommen. DRE/CON entstand 1994 durch Abspaltung vom Kranbau Eberswalde und wurde 1995 von der Treuhandanstalt privatisiert. Das Werk stellt Drehverbindungen fĂźr Windkraftanlagen sowie fĂźr FĂśrder- und Antriebstechnik her.cite-ref-75[75] Es wurde Ende 2021 geschlossen.cite-ref-76[76]
Mit MP-TEC hat der grĂśĂte Solarsystemanbieter fĂźr erneuerbare Energien in Ostdeutschland seinen Sitz in Eberswalde. Das Unternehmen erhielt 2006 den Zukunftspreis Ostbrandenburg, ein Jahr später den Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2007. Damit wurde MP-TEC fĂźr seine in Eigenentwicklung entstandene erste hemisphärische NachfĂźhranlage fĂźr Solarmodule und Sonnenkollektoren ausgezeichnet.cite-ref-77[77]cite-ref-78[78]
Die Materialprßfanstalt Eberswalde (MPA) ist aus einem Landesamt des Landes Brandenburg hervorgegangen, bis zum Jahr 2005 hieà sie MPA Materialprßfamt Brandenburg. Die Anstalt hat die Aufgabe, im Üffentlichen Interesse Prßfungen von Stoffen, Produkten, Anlagen und Verfahren mit dem Ziel durchzufßhren, die Allgemeinheit gegen Gefahren zu sichern und die Wirtschaft in der Qualitätssicherung zu unterstßtzen.
Mit dem Namen der Stadt verbunden ist auch die EWG Eberswalder Wurst GmbH/EFG Eberswalder Fleisch GmbH. Sitz und Produktionsstätte liegen jedoch in der Gemeinde Britz nĂśrdlich der Stadt. Bekanntestes Produkt sind wahrscheinlich die Eberswalder WĂźrstchen (s. o.) Das frĂźhere Schlacht- und Verarbeitungskombinat (SVKE) zählte 1989 mit rund 3000 Erwerbstätigen zu den grĂśĂten Fleischwerken in Europa. Heute arbeiten in dem Betrieb noch 290 Personen.cite-ref-79[79]
Wirtschaftliche Kennzahlen
Es gibt in Eberswalde insgesamt 18.651 lohn- und einkommensteuerpflichtige Personen mit einem Gesamteinkommen von <!wieviel?--> Euro. Von diesen 18.651 Beschäftigten sind 15.384 am Wohnort beschäftigt, darunter 7.944 männliche und 7.440 weibliche (Stand 2018).
Im Mai 2014 lag die offizielle Arbeitslosenquote im Bereich Eberswalde bei 11,4 %. Die Arbeitslosenquote erreichte im Jahresdurchschnitt 2024 einen Wert von 7,5 %.cite-ref-80[80]
Verkehr
StraĂenverkehr
Die BundesstraĂen B 167 zwischen Neuruppin und Frankfurt (Oder) sowie B 168 von Eberswalde nach Cottbus wie auch die LandesstraĂe L 200 zwischen Bernau und AngermĂźnde fĂźhren durch die Stadt und begrĂźnden ein erhebliches Verkehrsaufkommen.
Der Ort liegt nahe der A 11 BerlinâStettin. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Finowfurt und Chorin. Die Anbindung der Stadt mit einer UmgehungsstraĂe entlang des Oder-Havel-Kanals ist geplant.
Eisenbahnverkehr
Der Eberswalder Hauptbahnhof ist Kreuzungspunkt der Bahnstrecken BerlinâPasewalkâStralsund und EberswaldeâFrankfurt/Oder.
Er wird von folgenden Regionalexpress- und Regionalbahnlinien bedient:
Am Bahnhof halten ICE- und IC-ZĂźge auf der Strecke StralsundâBerlin. Während der Ăźberregionale Personenverkehr und die Verbindungen nach Berlin von der DB Regio Nordost betrieben werden, obliegt der Verkehr auf den Nebenstrecken der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB).
Auf dem Gelände der ehemaligen Hufnagelfabrik im Ortsteil Kupferhammer ist noch eine bahntechnische Besonderheit zu sehen: die Reste des Waggonaufzugs Eberswalde.
Ăffentlicher Personennahverkehr
Im Jahr 1901 verkehrte in Eberswalde mit der Gleislosen Bahn Eberswalde der erste regelmäĂig betriebene Oberleitungsbus (Obus) Deutschlands. Dieser Betrieb hatte wegen technischer Schwierigkeiten jedoch nur drei Monate lang Bestand.
Vom 1. September 1910 bis zum 3. November 1940 verkehrte in der Stadt die StraĂenbahn Eberswalde.
Heute besitzt Eberswalde neben Esslingen am Neckar und Solingen einen von nur noch drei deutschen Obus-Betrieben. Dieser Oberleitungsbus Eberswalde existiert seit dem 3. November 1940 und wird seit der Wende von der Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG) elektrisch auf folgenden Linien betrieben: Die beiden Verbindungen vom Nordend (Linie 861) beziehungsweise vom Ostende (Linie 862) zum Brandenburgischen Viertel sowie nach Finow. Sie bewältigen den Ăźberwiegenden Teil des Ăśffentlichen Verkehrs der Stadt. Im Jahr 2009 fĂźhrte die BBG eine europaweite Ausschreibung zur Erneuerung der seit circa 1993 vorhandenen Obusse durch. Nachdem zunächst an Wasserstoff-Brennzellen-Busse gedacht worden war, wurden dann jedoch â wegen zu groĂer Risiken der neuen Antriebstechnik â herkĂśmmliche Obusse mit der MĂśglichkeit einer autonomen Fahrt Ăźber etwa fĂźnf Kilometer bevorzugt.
Schifffahrt
Der Finowkanal als älteste noch durchgängig befahrbare kĂźnstliche WasserstraĂe Deutschlands war eine der Grundlagen der industriellen Entwicklung der Stadt Eberswalde. Er besitzt heute keine Bedeutung als Schifffahrtsweg mehr. Seine FĂźhrung mitten durch die Stadt macht ihn jedoch zu einem touristischen Anziehungspunkt.
Die Aufgaben des Finowkanals Ăźbernahm der 1914 erĂśffnete Oder-Havel-Kanal, der nĂśrdlich an der Stadt vorbeifĂźhrt. Der Oder-Havel-Kanal wird seit Anfang der 2000er Jahre fĂźr den Betrieb mit modernen Binnenschiffen kontinuierlich ausgebaut, wobei auch die gesamte Dichtung des Kanalbettes erneuert wird. Ein weiterer Teil dieser Erneuerungsarbeiten war der Ersatz der alten KanalĂźberfĂźhrung Ăźber die Berlin-Stettiner Eisenbahn. Dazu wurde nĂśrdlich des vorhandenen ein neues Kreuzungsbauwerk in Form eines Tunnels sowie ein neues Kanalbett gebaut. Die Bauarbeiten am Kreuzungsbauwerk begannen am 5. Juli 2004; die Freigabe fĂźr den Verkehr erfolgte am 11. Dezember 2006.cite-ref-82[82] Das neue Kreuzungsbauwerk schafft auch fĂźr die darunter liegende Bahnlinie bessere Bedingungen, die Stromleitungen kĂśnnen jetzt unter dem Kanal unter Spannung bleiben, und die Geschwindigkeit fĂźr die Strecke wurde von bisher 80 auf 160 km/h erhĂśht.
In Eberswalde wurde nach 1990 ein neuer Binnenhafen auf einer alten Liegenschaft der sowjetischen Streitkräfte gebaut und kontinuierlich erweitert. Dieser Hafen befindet sich zwischen der Lichterfelder Wassertorbrßcke und der Dusterwinkelbrßcke. Er ersetzt den alten Hafen in Nordend, der keine ErweiterungsmÜglichkeiten mehr bot. Daneben werden in der neuen Hafenanlage der Steil Holding westlich der Lichterfelder Wassertorbrßcke weitere Gßter umgeschlagen. Die Kaianlage des ehemaligen Betonwerkes (zwischen Binnenhafen und Dusterwinkelbrßcke) ist dagegen stillgelegt.
Luftverkehr
Der Flugplatz Eberswalde-Finow ist ein Zivilflugplatz, der bis zum Abzug der sowjetischen Truppen als Militärflugplatz betrieben wurde. Die Einflugschneise liegt ßber dem Sßden der Stadt Eberswalde. Bis zur Wende wurden ßberwiegend Abfangjäger stationiert, es fanden aber auch Starts und Landungen mit schweren Transportflugzeugen statt. Der am schnellsten zu erreichende internationale Flughafen ist Berlin Brandenburg.
Medien
Am 16. Oktober 2009 wurde der bisherige Stadtsender Eberswalde TV (Sendestart 2003) in den Lokalsender ODF â Fernsehen fĂźr Ostbrandenburg umgewandelt, der im Barnim, Märkisch-Oderland und dem Landkreis Oder-Spree unterschiedliches Lokalprogramm ausstrahlt. Im FrĂźhjahr 2009 Ăźbernahm Eberswalde TV die Sendelizenz des Senders Oskar TV aus FĂźrstenwalde, der seit 1995 den Landkreis Oder-Spree, Märkisch-Oderland und einen Teil des Barnims mit aktuellem Programm versorgte.
ODF kann in den Kabelnetzen der Landkreise Barnim und Oder-Spree von rund 118.000 Zuschauern empfangen werden. In Eberswalde sind Ăźber Kabel etwa 17.000 Haushalte angeschlossen. Redaktionen befinden sich in der Sendezentrale Eberswalde, in Bernau und FĂźrstenwalde. Veranstalter ist die Eberswalder Blitz Werbe & Verlags GmbH.cite-ref-83[83]
Weitere Ăśrtliche Medien in der Stadt Eberswalde:
⢠Märkische Oderzeitung, Tageszeitung, Auflage: ca. 31.000 regional, 100.000 gesamt
⢠BB Radio Nordost ßber BB Radio
⢠Eberswalder Blitz, kostenloses Anzeigenblatt, Auflage: ca. 91.000
⢠Barnimer Bßrgerpost (bbp), erscheint monatlich
⢠Eberswalder Monatsblatt, Amtsblatt der Stadt Eberswalde, erscheint monatlich
BehĂśrden, Institutionen, KĂśrperschaften
Einer der grĂśĂten Ăśffentlichen Arbeitgeber ist die Agentur fĂźr Arbeit mit 570 Mitarbeitern im gesamten Agenturbezirk, davon 300 im Stadtgebiet von Eberswalde. Zum Agenturbezirk Eberswalde zählen neben der Hauptagentur mit Sitz in der BergerstraĂe in Eberswalde die Geschäftsstellen AngermĂźnde, Bernau, Prenzlau, Schwedt und Templin.
In Eberswalde beheimatet sind neben einem Amts- sowie Arbeitsgericht und einer Zweigstelle der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) auĂerdem das Landeskriminalamt fĂźr das Bundesland Brandenburg. Das zog im Jahr 2006 vom damaligen Basdorf hierher.
Als traditionelle Forststadt ist die Bundesforschungsanstalt fĂźr Forst- und Holzwirtschaft in Eberswalde beheimatet, auĂerdem die Landesforstanstalt, die Vorlauf- und Dienstleistungsaufgaben fĂźr den Fachkomplex Forstwirtschaft Ăźbernimmt und eng mit dem Landesumweltministerium zusammenarbeitet.
Weitere BehĂśrden fĂźr das Land Brandenburg haben sich in Eberswalde niedergelassen, darunter die Abteilungen GroĂschutzgebiete und Raumentwicklung des Landesumweltamtes und das MaterialprĂźfungsamt des Landes Brandenburg (Abt. Holz und Holzwerkstoffe), das HolzschutzmittelprĂźfungen fĂźr das gesamte Bundesgebiet vornimmt.
Die Kreisverwaltung fĂźr den Landkreis Barnim ist am Marktplatz im Paul-Wunderlich-Haus ansässig. Sie ist mit rund 500 Mitarbeitern grĂśĂter Ăśffentlicher Arbeitgeber der Stadt. AuĂerdem existiert in Eberswalde das Kreisarchiv.
Das Staatliche Schulamt, das Wasser- und Schifffahrtsamt, das rund 660 km an WasserstraĂen verwaltet sowie das Amt fĂźr Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, eine der unteren ArbeitsschutzbehĂśrden des Landes, haben ihren Sitz ebenfalls in der Stadt. Der Landesbetrieb StraĂenwesen Brandenburg betreibt eine Niederlassung in der Stadt und die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ist mit einem Ortsverband vertreten. DarĂźber hinaus unterhält Eberswalde seit 2000 eine Berufsfeuerwehr.
Medizinische Einrichtungen
In Eberswalde ist die Martin Gropius Krankenhaus GmbH (ehemals Landesirrenanstalt) beheimatet. Diese befindet sich im Stadtteil Nordende. August Zinn grĂźndete schon 1873 einen Hilfsverein fĂźr Geisteskranke fĂźr die Provinz Brandenburg. An ihn erinnert eine StraĂe nĂśrdlich des Krankenhauses, der Dr.-Zinn-Weg. Der Architekt Martin Gropius entwarf die Pläne fĂźr die Provinzial-Irrenanstalt, die von 1862 bis 1865 gebaut wurde und damals den modernsten Standards fĂźr Krankenhausbauten entsprach. In den beiden Weltkriegen diente die Klinik als Lazarett, nach 1945 wurde sie von der Sowjetarmee als Zentrallazarett genutzt, während einige umliegende Objekte als Bezirkskrankenhaus fĂźr Psychiatrie und Neurologie der alten Bestimmung nachgingen.
Nach der Wende und dem Abzug der Sowjetarmee wurde der Gropius-Bau rekonstruiert und 2002 nach fĂźnfjähriger Bauzeit wiedererĂśffnet. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten sowie der Neubau der Klinik fĂźr Forensische Psychiatrie gehĂśrten zu den grĂśĂten BaumaĂnahmen im Land Brandenburg. Lediglich die Gerontopsychiatrie wird weiter genutzt, die weiteren zu DDR-Zeiten benutzten Gebäude werden nicht weiter betrieben.
Das Werner-ForĂmann-Krankenhaus ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der CharitĂŠ â Universitätsmedizin Berlin und befindet sich in der Rudolf-Breitscheid-StraĂe am sĂźdlichen Stadtrand von Eberswalde in der Nähe des Tierparks. Das Krankenhaus wurde als Auguste-Victoria-Heim gegrĂźndet, benannt nach der letzten deutschen Kaiserin, die bei der ErĂśffnung persĂśnlich anwesend war.
Bildung
Schulen
In Eberswalde existieren fĂźnf Grund- und zwei weiterfĂźhrenden Schulen, zwei Gymnasien und ein Oberstufenzentrum. AuĂerdem gibt es mehrere Schulen in freier Trägerschaft.
Hochschule fĂźr nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Die Hochschule fĂźr nachhaltige Entwicklung Eberswalde (AbkĂźrzung: HNE Eberswalde bzw. HNEE) hat eine lange Tradition in der Stadt. Sie wurde 1830 als HĂśhere Forstlehranstalt von Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil gegrĂźndet. Heute kĂśnnen Studenten aus vier Fachbereichen (Wald und Umwelt, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holzingenieurwesen, Nachhaltige Wirtschaft) insgesamt 17 Studiengänge wählen. 56 Professoren stehen rund 2100 Studentencite-ref-84[84] gegenĂźber. Forschung und Lehre orientieren sich am Leitbild âMit der Natur fĂźr den Menschenâ und stellen Tradition, Innovation und Kooperation in den Mittelpunkt ihres Handelns.
Hochschule fĂźr Gesundheitsfachberufe Eberswalde
Sportvereine und Sportstätten
Der SV Motor Eberswalde ist mit seinen 13 Sportabteilungen und Ăźber 1000 Mitgliedern der grĂśĂte Sportverein der Stadt. Seit seiner GrĂźndung als PreuĂen 09 Eberswalde im Jahr 1909 konnten sich seine Mitglieder in 16 Sportarten erfolgreich beweisen und wurden selbst Ăźber die Landesgrenzen bekannt.
GrĂśĂter FuĂballverein der Stadt ist der FV Preussen Eberswalde. Seit 1994/1995 war die Mannschaft als FV Motor Eberswalde ununterbrochen Mitglied in der Oberliga Nordost (Staffel Nord). Am Ende der Saison 2006/2007 stieg der Verein als Letzter der Staffel in die Brandenburg-Liga ab und spielt seitdem (Stand Saison 2018/19) in dieser Spielklasse. Der FV Motor Eberswalde fusionierte 2011 mit dem FC Freya Marienwerder zum FV Preussen Eberswalde.
Im Handball ist der 1. SV Eberswalde von Ăźberregionaler Bedeutung. Der Verein spielte 1987/1988 in der DDR-Oberliga und 1996/1997 in der 2. Bundesliga, Staffel Nord.cite-ref-85[85] Die Mannschaft wurde 1996/97 Nordostdeutscher Meister. Der Verein schaffte nach Ende der Saison 2006/2007 den Aufstieg in die Oberliga Berlin-Brandenburg, der damals vierthĂśchsten Spielklasse im Handball. Am Ende der Saison 2009/2010 gelang der Mannschaft der Aufstieg in die Handball-Oberliga Ostsee-Spree. Die neue vierthĂśchste Liga im Handballsport wurde zum Beginn der Spielzeit 2010/2011 gebildet. Am Ende der Saison 2011/2012 stieg der Verein in die Brandenburgliga ab.
Der SV Stahl Finow war sehr erfolgreich in den Sportarten Segeln, Kanu und Tischtennis, stellte in den 1970er- und 1980er-Jahren mehrere DDR-Meister. Die Sektion Segeln des Vereins hat ihren Standort am westlichen Ende des Werbellinsees in Wildau bei Eichhorst. Die 1994 herausgelĂśste FuĂballabteilung des FV Stahl Finow agierte insgesamt vier Spielzeiten (1974/1975 bis 1976/1977 und 1981/1982) in der DDR-Liga, der zweithĂśchsten Spielklasse im Deutschen FuĂball-Verband der DDR (DFV).
Die Herren-Mannschaft des Finower TTC Eberswalde spielte 1996/97 in der 2. Tischtennis-Bundesliga.cite-ref-86[86] Der TTC fusionierte 2007 mit dem ESV Eberswalde, der nach Abschluss der Saison 2006/2007 den Aufstieg in die Oberliga Ost, der vierthĂśchsten Spielklasse im Tischtennis schaffte. Nach Abschluss der Spielzeit 2010/2011 stieg der Verein in die Verbandsliga ab. 2012 wurden die Herren des TTC Finow GEWO-Eberswalde Brandenburger Landesmeister und schafften damit sportlich den Aufstieg in die Oberliga. Aus finanziellen GrĂźnden verzichtete der Verein aber auf diese Option.cite-ref-87[87] Die Damen-Mannschaft des TTC Finow GEWO-Eberswalde stieg nach Ende der Saison 2007/2008 aus der Regionalliga Nord, der dritthĂśchsten Spielklasse im Tischtennis, in die Oberliga Ost ab.
In der Sporthalle der Technischen Werke in Westend ist der Judoclub Eberswalde beheimatet, dessen Mannschaft in der Saison 2007 in der 1. Bundesliga, Gruppe Nord, kämpfte. Nach einem Jahr ZugehÜrigkeit stieg der Verein am Ende der Saison wieder in die 2. Bundesliga ab. In der Aufstiegsrunde (Relegation) am 27. Oktober 2007 in Bottrop belegte er den vierten und letzten Platz. Von 2003 bis 2006 und von 2008 bis 2010 gehÜrte die Mannschaft zur 2. Bundesliga, Gruppe Nord. Nach einem Jahr ZugehÜrigkeit zur Regionalliga Nordost kämpft der Judoclub ab der Saison 2012 erneut in der 2. Bundesliga.cite-ref-88[88]
Der Tauchclub Werbellow ist in Eberswalde zu Hause und hat seine Tauchbasis am Werbellinsee.
Am 15. Juli 1952 grĂźndeten Mitarbeiter der Chemischen Fabrik Finowtal die Betriebssportgemeinschaft Chemie Finow. Daraus entstand der heutige FSV Eintracht Finowtal (seit 2005 SV Medizin Eberswalde e. V.)
Auf das Jahr 1891 sind die ersten Anfänge des Schwimmsports in Eberswalde zurĂźckzufĂźhren. Seitdem hat der Eberswalder Schwimmverein viele groĂe Erfolge gefeiert. Treffpunkt ist die Schwimmhalle (baff) im Stadtteil Westend.
Seit 1999 gibt es in Eberswalde das American-Football-Team der Eberswalde Warriors. GegrĂźndet wurde das Team als Projekt fĂźr schwererziehbare Kinder und entwickelte sich Ăźber die Jahre mit steigendem Erfolg zu einem richtigen Verein. Mittlerweile spielen die Eberswalde Warriors in der Oberliga Ost, der vierthĂśchsten Spielklasse in Deutschland.cite-ref-89[89]
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
Den Titel EhrenbĂźrger erhalten nur lebende Personen. Die nachfolgende Ăbersicht zeigt deshalb ehemalige und heutige EhrenbĂźrger der Stadt Eberswalde, geordnet nach dem Datum der Verleihung.cite-ref-90[90]
⢠1817: David Schickler (1755â1818), Bankier
⢠1876, 25. Oktober: Theodor Bergmann (1808â1883), Kauf- und Ratmann
⢠1892, 17. August: Johann Gottlieb Schreiber (1802â1905), Stadtverordneter, Kaufmann
⢠1899, 29. August: Wilhelm Noebel (1821â1901), MĂźhlenbesitzer, Beigeordneter
⢠1899, 29. August: August Lautenschläger (1843â1918), Stadtrat
⢠1900: Bernhard Danckelmann (1831â1901), Akademiedirektor, Stadtrat
⢠1908, 17. November: Herrmann Krause (1850â1932), Zimmermeister, Stadtrat
⢠1909, 11. November: Herrmann GroĂmann (1837â1927), Bankdirektor, Stadtverordnetenvorsteher
⢠1917: Paul Radack (1851â1929), Stadtrat
⢠1917, 4. Oktober: Otto von Schjerning (1853â1921), Generalstabsarzt
⢠1920, 11. Februar: Friedrich Boldt (1850â1925), Geheimer Studienrat, Stadtverordnetenvorsteher
⢠1926, 30. März: August Teuber (1850â1927), Geheimer Studienrat, Kirchenältester
⢠1927, 1. Juni: Ludwig Sandberg (1867â1933), Justizrat, jĂźdischer Anwalt
⢠1928, 1. April: Ernst Hopf (1862â1948), OberbĂźrgermeister
⢠1928, 2. November: Adam Schwappach (1851â1932), Forstmeister
⢠1933, 19. April: Paul von Hindenburg (1847â1934); 1991 aberkannt
⢠1934. 13. März: Wilhelm Kube (1887â1943); aberkannt
⢠1939, 13. Juni: Hermann GĂśring (1893â1946); 1991 aberkannt
⢠1969, 25. April: Wiktor Lisizki, sowjetischer Oberst
⢠1972: Fritz Schwarz, (1890â?), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismuscite-ref-91[91]
⢠1975, 23. April: Wassili Makarzew, sowjetischer Generalmajor
⢠1995, 23. März: Erich Schuppan (1915â2006), Generalsuperintendent
⢠2000: Gßnter Schulz, Tierparkdirektor
⢠2008, 29. Juni: Paul Wunderlich (1927â2010), KĂźnstler
⢠2013, 27. September: Gunther Wolff (1930â2013), Forstwissenschaftler, GrĂźndungsrektor der Fachhochschule Eberswalde (Verleihung posthum)
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Friedrich Leopold Palm (1786â1873), preuĂischer Generalmajor
⢠Oskar von Reichenbach (1848â1922), preuĂischer Generalleutnant
⢠Paul MĂźller-Walde (1858â1931), Kunsthistoriker
⢠Albert Kienscherf (1859â1928), Orgelbauer
⢠Marie Luise Becker (1871â1960), Schriftstellerin
⢠Clara Russo (1876â1943), Opernsängerin
⢠Martin Michael RosenblĂźth (1886â1963), deutsch-israelischer Verbandsfunktionär, geboren in Messingwerk
⢠Herbert Kleine (1887â1978), Verwaltungsjurist, geboren in HeegermĂźhle
⢠Erich Lindemann (1894â1934), fĂźhrendes Mitglied des Reichsbundes jĂźdischer Frontsoldaten, Opfer des sogenannten RĂśhm-Putsches
⢠Vineta Bastian-Klinger (1897â1976), Schriftstellerin und Drehbuchautorin
⢠Bernhard Panzram (1902â1998), katholischer Priester und Theologe
⢠Karl Schulz (1902â1984), SS-HauptsturmfĂźhrer
⢠Walter Gross (1904â1989), Schauspieler und Kabarettist
⢠Gerd von Koerber (1906â1983), Politiker (NSDAP)
⢠Erna BĂźrger (1909â1958), Kunstturnerin
⢠Hans Schrem (1911â1961), Journalist
⢠Dietrich von Oppen (1912â2006), Sozialethiker
⢠Volkmar von ZĂźhlsdorff (1912â2006), Publizist und Diplomat, geboren in Finow
⢠Edith KrĂźger (1913â1988), Politikerin (SPD)
⢠Otto Siewert (1913â1986), Jurist und Politiker (CDU), geboren in Finow
⢠Wolfgang Rutschke (1919â1996), Politiker (FDP/DVP), geboren in HeegermĂźhle
⢠Ingeborg Nahnsen (1923â1996), Sozialwissenschaftlerin und Professorin
⢠Eva Zeller (1923â2022), Schriftstellerin
⢠Horst Kramer (1924â2015), Forstwissenschaftler
⢠Erwin Mill (1927â2022), FuĂballspieler
⢠Paul Wunderlich (1927â2010), Grafiker und Bildhauer
⢠Peter Baronsky (* 1932), Handballspieler
⢠Joachim KrĂźger (1933â2025), Metallurge, Hochschullehrer
⢠Joachim Roering (* 1934), Filmregisseur und Drehbuchautor
⢠Peter Freiherr von FĂźrstenberg (1936â2024), Diplom-Forstwirt und Vizepräsident des Malteserordens
⢠Roland Reichwein (1936â2023), Soziologe und Hochschullehrer
⢠Dietrich-JĂźrgen Manske (1937â2019), Geograph und Heimatforscher
⢠Karlheinz Mund (* 1937), Dokumentarfilm-Regisseur
⢠Gebhard von Oppen (1938â2023), Physiker und Hochschullehrer
⢠Erhard Meier (* 1939), Politiker (SPĂ)
⢠Joachim Linck (1940â2013), Jurist und Honorarprofessor
⢠JĂśrg KĂśpke (1941â2021), Generalmajor, Amtschef des Luftwaffenamtes
⢠Ulf BÜge (* 1942), Volkswirt, Präsident des Bundeskartellamtes
⢠Hans-Jßrgen DÜscher (* 1943), Historiker
⢠Detlef Heider (1943â1997), Maler und Grafiker
⢠Sabine KÜttelwesch (* 1943), Bibliothekarin
⢠Christiane Nord (* 1943), Ăbersetzungswissenschaftlerin, Hochschullehrerin
⢠Ursula Werner (* 1943), Schauspielerin
⢠Burkhard Meier (1943â2001), Musikpädagoge und Komponist, geboren in Finow
⢠Gert Heidenreich (* 1944), Schriftsteller und Radiosprecher
⢠Candida HÜfer (* 1944), Fotografin
⢠Dagmar Frederic (* 1945), Sängerin und Moderatorin
⢠Eberhard Kirsch (* 1947), Historiker
⢠Wilhelm Bartsch (* 1950), Schriftsteller
⢠Erwin Hagedorn (1952â1972), bekannt geworden als KindermĂśrder von Eberswalde
⢠Siegbert Schefke (* 1959), Journalist
⢠AndrÊ von Ossowski (* 1960), Arbeitsrichter und Politiker (BSW)
⢠Henning Wagenbreth (* 1962), Grafiker, Comic-Zeichner
⢠Anke Graneà (* 1967), Philosophin und Hochschullehrerin
⢠Ralf Hauptmann (* 1968), FuĂballspieler
⢠Udo Hartmann (* 1970), Althistoriker und Hochschuldozent
⢠Britta Mßller (* 1971), Politikerin (parteilos, BSW, SPD)
⢠GÜtz Herrmann (* 1977), Politiker (parteilos)
⢠Ulrike Gruska (* 1978), Politologin, Journalistin und Autorin
⢠Kristin Heià (* 1983), Politikerin (Die Linke)
⢠Benjamin StÜwe (* 1983), Wettermoderator und Synchronsprecher
⢠BattleBoi Basti (* 1984), Rapper
⢠Robert KlauĂ (* 1984), FuĂballspieler und -trainer
⢠Markus MĂźller (* 1988), FuĂballspieler
⢠Teresa Sickert (* 1988), Rundfunkmoderatorin und Journalistin
⢠Sebastian Walter (* 1990), Politiker (Die Linke)
⢠Betty Taube (* 1994), Model und Schauspielerin
⢠Yuan Wan (* 1997), deutsche Tischtennisnationalspielerin
⢠Kurt Fischer (* 2000), Politiker (SPD)
⢠Franz Roggow (* 2002), FuĂballspieler
Mit Eberswalde verbundene PersĂśnlichkeiten
⢠Wilhelm Pfeil (1783â1859), Forstwissenschaftler
⢠Julius Theodor Christian Ratzeburg (1801â1871), Zoologe, Entomologe und Forstwissenschaftler
⢠Otto von Hagen (1817â1880), Forstwissenschaftler
⢠Bernard Altum (1824â1900), Zoologe
⢠Bernhard Danckelmann (1831â1901), Forstwissenschaftler
⢠Robert Hartig (1839â1901), Forstwissenschaftler
⢠Ernst Krause (1839â1903), populärwissenschaftlicher Schriftsteller
⢠Rudolf Schmidt (1875â1943), Stadtchronist
⢠Werner ForĂmann (1904â1979), Arzt, Nobelpreisträger
⢠Herbert Hesmer (1904â1982), Forstwissenschaftler
⢠Fritz Schwerdtfeger (1905â1986), Forstwissenschaftler und Zoologe
⢠Egon Wagenknecht (1908â2005), Forst- und Jagdwissenschaftler
⢠Albert Richter (1909â2007), Forstwissenschaftler
⢠Alexis Scamoni (1911â1993), Forstwissenschaftler
⢠Hans Borgelt (1914â2000), Journalist und Autor
⢠Lothar Dieckmann (1920â1990), Entomologe, lebte und arbeitete in Eberswalde
⢠Ekkehard Schwartz (1926â2005), Forstwissenschaftler
⢠Albrecht Milnik (1931â2021), Forstwissenschaftler
⢠Gerhard Wienckowski (1935â2011), Maler und Graphiker, lebte in Eberswalde
⢠Hans Dresig (1937â2018), Professor fĂźr technische Mechanik, lebte und arbeitete in Eberswalde
⢠Bärbel Wachholz (1938â1984), Sängerin, wuchs in Eberswalde auf
⢠Wladimir Wyssozki (1938â1980), Sänger, lebte als Kind in Eberswalde
⢠Gßnter Rinnhofer (* 1945), Fotograf, lebt in Eberswalde
⢠Axel Vogel (* 1956), Politiker (Bßndnis 90/Die Grßnen), lebt in Eberswalde
⢠Andreas Bogdain (* 1959), Maler, lebte in Eberswalde
⢠Roman Kuffert (* 1959), Politiker (AfD), Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde
⢠Amadeu Antonio (1962â1990), Todesopfer rechtsextremer Gewalt
Bemerkenswertes
Dialekt
Eberswalder Kanaldeutsch ist strenggenommen kein eigenständiger Dialekt, sondern eine durch den märkischen Einfluss etwas veränderte Variante des Berliner Dialekts. So wird beispielsweise âwiddaâ* statt âwiederâ gesagt. Weiterhin wird mit âjanichâ (gar nicht) oder einfach âjaneeâ verneint. Sprachlich wird das â-erâ am Ende im Kanalplatt als â-aâ gesprochen, das kurze âiâ oft als sehr kurzes âĂźâ, so wird z. B. âimmerâ zu âĂźmmaâ und âKirscheâ zu âKĂźrscheâ in der Eberswalder Aussprache. Es kommt noch zu weiteren Lautverschiebungen: âPferdâ z. B. wird in Eberswalde als âfĂŠadâ im langem âeâ ausgesprochen.
Namensvergabe fĂźr einen auĂerirdischen Krater
Der Marskrater Eberswalde mit einem Durchmesser von 65,3 Kilometern und einer Tiefe von etwa 800 Metern wurde nach der Stadt Eberswalde benannt. Dieser Krater wurde als einer von vier mÜglichen Landeplätzen des neuen Mars-Rovers Curiosity ausgewählt.
Superlative
⢠Am 15. März 1901 erfolgte hier der erste Linienbetrieb eines Obusses in Deutschland.
⢠Mit dem 1908 geschaffenen RagÜser Damm besitzt das Stadtgebiet den hÜchsten Kanaldamm Europas (28 m HÜhe).
⢠Die grĂśĂte Taschenuhr der Welt von Wilfried Schwuchow liegt seit September 1999 im Familiengarten, nachdem sie in das Guinness-Buch der Rekorde eingetragen wurde.cite-ref-92[92]
⢠Die kälteste Nacht, die in Eberswalde gemessen wurde, war die Nacht vom 11. Februar zum 12. Februar 1929. Dabei fiel die Temperatur auf â27,6 °C.cite-ref-93[93]
Die Stadt im Roman
Eberswalde ist Hauptschauplatz des Romans Die Not der Hella Grawehn (1918, Concordia Deutsche Verlags-Anstalt Berlin, 325 Seiten) des Berliner Schriftstellers Richard May (1886â1970), dessen Mutter Jenny Liepmann in Eberswalde aufwuchs. Seine GroĂeltern wohnten in der SchicklerstraĂe 6, das Haus zwischen HNE (damals Forstakademie) und Park am Weidendamm (damals Weidendamm-Promenade) existiert noch. Durch seine Familienbesuche kannte der Autor die Stadt gut. Die Stadt heiĂt im Roman fiktiv Schwirtow, die Schwärze heiĂt Schwirte. Trotz dieser Verfremdung ist Eberswalde leicht erkennbar.
Siehe auch
Literatur
⢠Lucas Lebrenz: Zwischen Besetzung und Selbstverwaltung. Eberswalde in der Franzosenzeit (1806â1815) (Barnimer Historische Forschungen 3). Berlin 2022, ISBN 978-3-95410-298-3.
⢠Eberswalde. Einst und Jetzt. Culturcon / Märkische Oderzeitung. 2010. ISBN 978-3-941092-47-1
⢠Wilhelm Bartsch: Das bisschen Zeug zur Ewigkeit. Osburg-Verlag, Hamburg 2013, ISBN 978-3-95510-003-2.
⢠Eberswalder Jahrbuch fßr Heimat-, Kultur- und Naturgeschichte. Verein fßr Heimatkunde zu Eberswalde e. V., Eberswalde 2004/2005, ISSN 1616-1882.
⢠GĂźnter Rinnhofer, Klaus Rohlfien: Eberswalde. Gestern und heute â eine GegenĂźberstellung. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2003.
⢠Marina Schlaak: Zeitzeichen, Eberswalde â Geschichte und Geschichten. Stadtverwaltung Eberswalde, Eberswalde 2003, ISBN 3-9805947-3-4.
⢠Um Eberswalde, Chorin und Werbellinsee (= Werte der deutschen Heimat. Band 64). 1. Auflage. BÜhlau, KÜln/Weimar/Wien 2002, ISBN 978-3-412-02401-7.
⢠Eberswalde nach der Wende. Ausstellung gestern und heute vom 1. August bis zum 18. September 2002. Stadt Eberswalde (Hrsg.), Eberswalde 2002.
⢠Ronald KrĂźger, Michael Hasse (Hrsg.): Stadtverkehr Eberswalde. Gleislose Bahn â StraĂenbahn â O-Bus. Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e. V., Ges. fĂźr Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen (GVE), Berlin 2000, ISBN 3-89218-058-X.
⢠Gßnter Rinnhofer, Klaus Rohlfien: Eberswalde. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1999.
⢠Sighard Neckel: Waldleben. Eine ostdeutsche Stadt im Wandel seit 1989. Frankfurt am Main, Campus 1999, ISBN 3-593-36247-3.
⢠Ilona Rohowski: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg 5.1 = Landkreis Barnim. Stadt Eberswalde. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1997. ISBN 978-3-88462-136-3
⢠Klaus Arlt: Zeugnisse jßdischer Kultur: Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thßringen. Tourist-Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-350-00780-5.
⢠Um Eberswalde, Chorin und den Werbellin-See (= Werte unserer Heimat. Band 34). 1. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1981.
⢠Rudolf Schmidt: Geschichte der Stadt Eberswalde. Band 1 bis 1740. Eberswalde 1939, Band 2 von 1740 bis 1940. Eberswalde 1940, 1994 (Nachdr.).
⢠Eberswalde. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 5, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885â1892, S. 283.
⢠Rudolf Schmidt: Eberswalde in Sage und Geschichte, Sitte und Brauch. Selbstverlag des Vereins fßr Heimatkunde, Eberswalde 1912. (Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin)
⢠Märkische Forschungen. 20 Bände. Verein fĂźr die Geschichte der Mark Brandenburg, Berlin 1841â1887.
⢠J. W. Kunger: Chronik von Neustadt-Eberswalde. Mit näherer Beschreibung der Umgegend und einer Sammlung Original-Urkunden dieser Stadt. Neustadt/Eberswalde 1841 (Volltext in der Google-Buchsuche).
⢠Johann Joachim Bellermann: Beschreibung der Stadt Neustadt-Eberswalde. Berlin, 1829.
⢠Martin Zeiller: Eberswald. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae (= Topographia Germaniae. Band 13). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1652, S. 53 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
Commons
: Eberswalde
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠K. Hßbener, A. Walberg, J. Wiese: Brandenburgischer Historischer Städteatlas Eberswalde, Leseprobe, 30 Seiten mit Karten. BeBra-Wissenschafts-Verlag, Berlin 2021.
⢠Klaus-Dieter Alicke: Aus der Geschichte der jĂźdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum â Eberswalde. In: Lexikon der jĂźdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum.
Wikivoyage: Eberswalde
â ReisefĂźhrer
⢠Linkkatalog zum Thema Eberswalde bei curlie.org (ehemals DMOZ)
⢠Die Obus-Stadt Eberswalde
⢠Foto-Impressionen der Barnimer Waldstadt
⢠100 Jahre Museum Eberswalde 1905-2005 â Rudolf Schmidt â ein bedeutender Heimatforscher der Mark Brandenburg, Heimatkundliche Beiträge, Heft 10, 2005 Herausgeber Stadt Eberswalde, Museum in der Adler-Apotheke
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-bb-11. BevĂślkerungsstand im Land Brandenburg Dezember 2024 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, basierend auf dem Zensus 2022) (Hilfe dazu).
cite-note-22. â Stadt Eberswalde. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg.
cite-note-33. â Dann kommt der Hass hoch. In: Der Spiegel. Nr. 32, 2000 (online).
cite-note-44. â Martin Gropius Krankenhaus GmbH
cite-note-55. â Geschichtliche Entwicklung der FINOW-Werke. Finow Rohrsysteme GmbH, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 3. Februar 2012; abgerufen am 5. Mai 2015.
cite-note-66. â Homepage Familiengarten Eberswalde; abgerufen am 8. Juni 2010
cite-note-77. â Geschichte von Tornow (Memento vom 18. Juli 2011 im Internet Archive) auf barnim.de; abgerufen am 8. Juni 2010
cite-note-rohowski1997-merks36-7-88. â Ilona Rohowski: Stadt Eberswalde. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1997, ISBN 3-88462-136-X, Einleitung. Anmerkung 7, S. 36.
cite-note-rohowski1997-gruendung-99. â Ilona Rohowski: Stadt Eberswalde. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1997, ISBN 3-88462-136-X, Einleitung. Die GrĂźndung der Stadt und ihre Entwicklung bis zum DreiĂigjährigen Krieg, S. 12â15.
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